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Hell, freundlich, mit Terrasse oder Balkon: Die neuen Sozialwohnungen an der Parzivalstraße zeichnen sich durch hohen Komfort aus.

79 neue Sozialwohnungen in Karlsfeld eingeweiht

Heute 444, bald 666

79 neue Sozialwohnungen hat die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Dachau (WLD) in nicht einmal zwei Jahren in Karlsfeld gebaut, davon sind 16 Wohnungen für Betreutes Wohnen.

Karlsfeld – So trüb das Wetter beim Spatenstich Anfang November 2017 war, so strahlend war es jetzt bei der Einweihung an diesem Glückstag, einem Freitag, den 13. Und strahlende Gesichter gab es zuhauf. Es war ja auch ein „bedeutsamer Anlass“, wie Bürgermeister Stefan Kolbe sagte, „ein tolles Projekt“, auf das er sichtlich stolz war.

Möglich war es geworden, weil die Gemeinde Karlsfeld das zirka 7000 Quadratmeter große Grundstück an der Parzivalstraße zur Verfügung gestellt und damit einen enormen finanziellen Beitrag geleistet hatte. Diesen Grundstückswert mit eingerechnet, kostete das Projekt über 33 Millionen Euro. Es wird gefördert von der Regierung von Oberbayern. Nur so konnten bezahlbare Mietwohnungen entstehen – zum Preis von 6 Euro pro Quadratmeter.

Landrat Stefan Löwl, Aufsichtsratsvorsitzender der WLD, war nicht nur stolz auf dieses größte Bauvorhaben der Gesellschaft, sondern auch darüber, was in den vergangenen Jahren im gesamten Landkreis an preiswerten Wohnungen geschaffen wurde: „Die Schnapszahl heißt heute 444, und wir haben das Ziel für die nächsten Jahre, auf 666 zu kommen!“

Stefan Reith, neben Stefan Egenhofer einer der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, war ebenfalls stolz darauf, „wie und dass das Projekt realisiert wurde. Wir haben hier ein sehr gutes Zusammenspiel mit der Gemeinde Karlsfeld gehabt“. Die Architekten, Handwerker und regionalen Firmen hätten Hervorragendes geleistet. Entstanden ist ein Wohnblock, der auch zum „Miteinander einlädt, mit einem Innenhof, für Begegnungen unter der Pergola“. Alle Wohnungen haben Terrasse oder Balkon. Die Räume der Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen sind hell und freundlich, die Duschen sind alle bodengleich. Der ganze Komplex ist mit Fahrstühlen ausgestattet und behindertengerecht.

Neben der architektonischen Leistung würdigte Reith auch den Einsatz der WLD-Mitarbeiter. Vor dem Bezug der Wohnungen am 1. September hätten sie sich um die zahlreichen Mietverträge gekümmert und erheblichen organisatorischen und menschlichen Beistand für die neuen Bewohner geleistet. Evelyn Schmitz, geborene Alteneder, von der Gemeindeverwaltung Karlsfeld, habe „große Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl“ bewiesen. Sie hatte, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und mithilfe eines Punktekatalogs, die Auswahl der Mieter getroffen . „Wir haben in Karlsfeld 230 Wohnungsscheinberechtigte“, erklärte Schmitz, Menschen also, die in eine staatliche geförderte Wohnung einziehen könnten. Kriterium war unter anderem die Anzahl der Kinder und die Enge der bisherigen Wohnung, oder Krankheit oder ob jemand von Kündigung bedroht ist. Sie ist angetan von dem gelungenen Bau: „Das ist wirklich schön geworden, so fröhlich, frisch und freundlich!“

Und fröhlich gaben auch die Pfarrer ihren Segen für die neue Anlage. „Das ist Glück und Gottes Segen: Wenn sich die Menschen hier Freundlichkeit erweisen oder sie selbst erfahren“, sagte der evangelische Geistliche Roman Breitwieser. Sein katholischer Kollege Bernhard Rümmler wünschte allen, die hier wohnen, „dass sie zueinander finden und dass etwas Gemeinsames entsteht“.

ep

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