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Ein Unbekannter hat in Karlsfeld ein Foto mit einem Grundschüler gemacht. Nun sucht die Polizei nach dem Mann (Symbolbild).

Vorfall in Karlsfeld

Unbekannter fotografiert Grundschüler - mit dieser Beschreibung sucht die Polizei nach dem Mann

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Ein unbekannter Mann hat in Karlsfeld Grundschüler gefragt, ob er sie fotografieren darf. Ein Bub stimmte zu. Nun sucht die Polizei nach dem Mann. 

Karlsfeld – Eine Gruppe von Kindern ist am vergangenen Donnerstag in Karlsfeld von einem unbekannten Mann angesprochen worden. Ein Kind ließ sich von ihm fotografieren. Die Polizei sucht nun nach diesem Mann, um seine Beweggründe zu klären. Polizeihauptkommissar Thomas Kirner betont aber, dass nach aktueller Einschätzung von keiner Gefährdungslage auszugehen ist.

Der Vorfall habe sich am Donnerstag, 23. Mai, gegen 13 Uhr an der Bushaltestelle Falken-/Ecke Krenmoosstraße ereignet, berichtet Kirner. Der Unbekannte, der zu Fuß unterwegs gewesen sei, habe einige Schüler der Grundschule Karlsfeld angesprochen, „eine Viertklässlerin und drei Jüngere“, so Kirner. Die drei Mädchen sagten „Nein“, doch ein Bub war damit einverstanden. „Der Mann hat ein Selfie von sich und dem Kind gemacht“, so Kirner. Dann sei er gegangen. „Er hat die Kinder nicht gelockt, sie nicht angefasst – er hat nichts Verbotenes getan, der Vorfall ist nicht strafrechtlich relevant.“

Nach Vorfall mit Grundschülern in Karlsfeld: Polizei sucht diesen Mann

Die Kinder schildern den Mann als 30 bis 35 Jahre alt und 1,70 bis 1,75 Meter groß. Er habe eine leicht dunkle Haut und dunkle kurze Haare. Er trägt einen dunklen Bart.

Rektorin Barbara Sparr wandte sich mit einem Brief an die Eltern, in dem sie den Vorfall schildert. Sie weist darauf hin, dass auch ein Autokennzeichen hilfreich wäre. „Die Polizei bittet darum, genau zu beobachten und Details an die Polizei weiterzugeben.“ Barbara Sparr erklärt, dass Kinder ihr von dem Vorfall berichtet hätten. Es sei „schwer einzuordnen“, so Sparr. Sie habe zusammen mit Thomas Kirner beschlossen, die Kinder zu sensibilisieren. „Ganz allgemein“ habe Kirner den Grundschüler am Montag Tipps zum Umgang mit Fremden gegeben, in einer kurzen Ansprache in der Aula. Auch Ursula Weber, Rektorin der Verbandsgrundschule München-Karlsfeld, wies die Eltern in einem Rundbrief auf den Vorfall hin. Wie Kirner erklärt, sucht die Polizei nun „mit verstärkter Streifentätigkeit nach dem Mann in Karlsfeld, um den Hintergrund für dieses Foto einordnen zu können“.  

Was tun, wenn Fremde Kinder ansprechen?

Wie kann man Kinder für das Thema „Umgang mit Fremden“ sensibilisieren, ohne sie zu verunsichern – und ohne Panikmache? Thomas Kirner, Polizeioberkommissar bei der Polizeiinspektion Dachau, gibt regelmäßig Schulungen in Kindergärten und Schulhorten im Landkreis zum Umgang mit Fremden. Vorneweg erklärt er, dass die meisten Fremden harmlos sind. Wenn aber ein Fremder Kontakt aufbauen will, müsse man genauer hinschauen. Will jemand nur den Weg wissen? Oder hat er ein anderes Anliegen? „Man muss darauf achten: Was will der von mir?“, so Thomas Kirner. Wenn jemand ein Geschenk verspricht, „dann könnte das vielleicht eine Falle sein“. Und dann, rät Kirner: „Weglaufen!“ Die Kinder sollen sich eine Rettungsinsel suchen – also den nächsten Erwachsenen, ein Geschäft, und dort sagen: „Da draußen ist ein Fremder, kann ich da bleiben?“.

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