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Die Geschenke gab es in musikalischer Form.

Musikstudio seit einem halben Jahrhundert

50 Jahre Zupfmusik

Basteln, Schnuppern, Musizieren, Feiern: So wurde im Musikstudio Karlsfeld das 50-Jährige gefeiert.

Karlsfeld – „Papa, Mama! Ich mache schöne Musik, gell?“ Die Fünfjährige streicht über die gemalten Saiten einer kleinen Gitarre aus Pappe, die sich sich um den Hals gehängt hat. Viele Kinder sind mit solch einem Instrument zu sehen – zu hören freilich noch nicht. Sie sind alle Gäste auf der Geburtstagsparty des Musikstudios Karlsfeld von Monika Fuchs-Warmhold, das in diesem Jahr seinen Fünfzigsten feiert.

Und da konnten sie unter Anleitung von Schüler-Mutter Daniela Klupsch eben jene niedlichen Spielzeuge basteln. 60 Gitarren und 18 Mandolinen insgesamt waren es diesem Nachmittag. „Die Monika macht so tolle Sachen mit unseren Kindern, geht Eis essen mit ihnen oder macht Ausflüge. Da helfen wir ihr sehr gerne“, sagt Daniela Klupsch.

Leibhaftigen Schnupper-Kontakt zu einem Instrument konnte man in drei Räumen bekommen, die belagert wurden von kleinen Musikinteressierten. Bei der Dozentin Sabine Janicek waren es etwa 20 Kinder. Manche wussten genau, ob es die Gitarre oder ob es die Mandoline sein sollte. Andere waren noch unsicher. Auf jeden Fall stellt sich schnell heraus, so die Lehrerin, „ob‘s a Freud daran hat und vielleicht sogar darauf brennt, oder ob‘s nur die Idee der Eltern ist.“ Und manchmal läuft es umgekehrt, wie bei einer Mutter und deren Sohn. Der Sohn sollte, wollte aber nicht. Dafür hat‘s die Mutter gepackt. Sie meldete sich spontan zum Gitarrenlernen an.

Gegründet hat das Musikstudio Monika Fuchs-Warmhold 1969, mit damals fünf Schülern. „Und heute sind es 100“, wie Bürgermeister Stefan Kolbe anerkennend sagt. Mit der Musikschule und dem Aufbau der drei Vivaldi- Orchester habe sie ein großartiges Lebenswerk geschaffen, das die Gemeinde mit der Verleihung der Bürgermedaille anerkannt hat. Auf dieses Lebenswerk könne sie „sehr, sehr stolz“ sein, meinte Vivaldi-Vereinsvorstand Reinhold Werstler.

Ob Fuchs-Warmhold stolz war – mag sein. Vor allem war sie gerührt von den Glückwünschen und Geschenken, die ihr Schüler brachten, auch in musikalischer Form beim Jubiläumskonzert. Die Jüngsten waren sieben, der Älteste 65. Wie in einer Revue durch 50 Jahre präsentierten sie die Entwicklung ihrer Talente mit einem Mix aus Klassik, Folklore und Pop. Von den noch etwas Zaghaften am Anfang über die selbstbewussteren Jugendlichen bis hin zu den Erwachsenen, die mit Kraft und Können beeindruckten – ein genussvoller Ausklang der Geburtstagsparty.

ep

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