Erneuter CSU-Antrag

Kultur-Kommune Karlsfeld

Die CSU legt einen Maßnahmenkatalog vor, wie in Karlsfeld eine Kulturszene etabliert werden könnte. Es sind ambitionierte Vorschläge dabei.

Karlsfeld – Die Karlsfelder CSU unternimmt einen neuerlichen Vorstoß, in Karlsfeld eine Kulturszene zu etablieren. In einem Antrag schlägt sie mehrere Maßnahmen vor, drei davon sind – gelinde ausgedrückt – sehr ambitioniert: ein „Karlsfelder Kulturfestival“ schon ab 2018, den Bau einer Open-Air-Bühne und vor allem das „Kulturzentrum Altes Schulhaus“, das in die alte Grundschule an der Krenmoosstraße soll, wenn die neue Schule gegenüber fertig ist und die alte zur Verfügung steht.

Neu sind die Ideen nicht. Schon im Mai 2011 legte die CSU einen Antrag „zur Stärkung, besseren Vernetzung und gezielteren Vermarktung des kulturellen Angebotes in Karlsfeld“ vor. Zum Teil sind die vorgeschlagenen Maßnahmen identisch

Das „großartige Engagement unserer Vereine und Kulturinstitutionen ist nach wie vor für gegeben“, heißt es im neuen Antrag. Jedoch gehöre „ein gut wahrnehmbares und klar strukturiertes Kulturangebot für eine Kommune mit 22 000 Einwohnern zum Kernbereich der eigenen Identität“.

Erster Schritt zur Umsetzung ist ein „Runder Tisch Kunst und Kultur“, der schon am 10. Mai zum ersten Mal zusammenkommen wird. “ Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative der Kulturschaffenden, Bürgermeister Stefan Kolbe und Kulturreferentin Ingrid Brünich (CSU). Am runden Tisch sollen auch gemeinsame Aktionen und die Entwicklung eines Jahresprogramms besprochen werden.

Im Antrag fordert die CSU auch eine „bessere „Vermarktung“ der Veranstaltungen durch Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit“, abermals die Einführung eines Kulturkalenders, eine feste Kulturseite im „Journal K“ der Gemeinde und einen Button „Kultur“ auf der Karlsfeld-App.

Frühzeitig solle ein Konzept für die Nachnutzung der alten Grundschule an der Krenmoosstraße als „Kulturzentrum Altes Schulhaus“ entwickelt werden. In diesem Kulturzentrum sollen Volkshochschule und Musikschule untergebracht und Probenräume für Orchester und Theatergruppen geschaffen werden. Und die Aula soll als kleiner Konzertsaal für bis zu 200 Besucher nutzbar gemacht werden.

Auch im Rathaus soll der Kulturbereich nach Ansicht der Karlsfelder CSU mehr Raum einnehmen. Spätestens ab 2020 soll dort ein Kulturamt eingerichtet werden und der Gemeinderat einen Kulturausschuss bekommen.

Ob die Vorstellungen der CSU alle umgesetzt werden können, erscheint allerdings fraglich, vor allem wegen der angespannten Finanzlage der Gemeinde. Im November 2013 beschloss der Hauptausschuss des Gemeinderats, schon zum 1. Januar 2014 einen Kulturkalender aufzulegen – dies sollte der erste Schritt zur Umsetzung eines Kulturkonzepts sein. Dieser Kulturkalender ist bislang noch nicht erschienen. dn

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