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Mit ihrer Atemschutzausrüstung konnten die Feuerwehrler in die Karlsfelder Wohnung eindringen.

Brandeinsatz in Karlsfeld

Feuerwehr rettet Mann das Leben 

Zwei Karlsfelder Feuerwehrmänner haben einem 50-Jährigen das Leben gerettet – und bei diesem Einsatz ihr eigenes riskiert.

Karlsfeld – Eine dramatische Rettungsaktion hat sich am Mittwochabend in der Wehrstaudenstraße in Karlsfeld ereignet. Zwei Männer der Karlsfelder Feuerwehr holten einen 50-jährigen Mann aus seiner brennenden Wohnung. Der Mann befindet sich in einer Spezialklinik, sein Zustand ist nach Angaben der Polizei kritisch. 

Eine Nachbarin hatte die Feuerwehr alarmiert, als sie den Rauch in der Nebenwohnung bemerkte. Ihr Nachbar hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Rauchgasvergiftung und war bewusstlos, sagt Andrea Tittmann vom Polizeipräsidium Oberbayern. 

Theil: „Dieser Einsatz war definitiv gefährlich“

Als die Feuerwehr am Einsatzort ankam, war im Treppenhaus schon deutlicher Brandgeruch wahrzunehmen. Ein Zwei-Mann-Trupp in schwerer Atemschutzausrüstung öffnete die Tür der im dritten Stock gelegenen Wohnung. Massive Rauchschwaden behinderten die Sicht, nur ein Feuerschein war zu sehen. Als die beiden Männer ein Stöhnen hörten, entschlossen sie sich: Wir gehen rein. 

„Das war schon ziemlich massiv, dieser Einsatz war definitiv gefährlich“, sagt Thomas Theil, Pressesprecher der Karlsfelder Feuerwehr. „Aber hier war ein Menschenleben in Gefahr.“

Wegen der massiven Rauchentwicklung war die Person zunächst nicht zu finden. Doch es war höchste Eile geboten, die Einsatzkräfte konzentrierten sich deshalb auf die Personensuche. Wenige Sekunden später hatten die Helfer Erfolg: Ein Mann lag auf dem Boden. Der Trupp brachte den Verletzten umgehend ins Freie. Zwei Kameraden übernahmen die Brandbekämpfung in der Wohnung.

Zunächst wurde der 50-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund seiner schweren Rauchgasvergiftung wurde er aber noch am selben Abend in eine Spezialklinik geflogen. 

Wie ist der Brand in der Wohnung entstanden?

Eine weitere Person aus der Nachbarwohnung hatte Brandrauch eingeatmet und musste vom Rettungsdienst behandelt werden. In dem Mehrfamilienhaus befanden sich ansonsten keine Menschen. 

Die Arbeiten an der Einsatzstelle wurden nach zwei Stunden abgeschlossen. Am Haus ist ein Sachschaden zwischen 80 000 und 100 000 Euro entstanden. Warum der Brand ausbrach, versuchen heute Brandfahnder der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck herauszufinden.

Von Anna Schwarz und Thomas Leichsenring

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