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Sie schickt mit Annamirl Hofstetter eine Karlsfelder Lehrerin auf Tätersuche: Ruth M. Fuchs. 

Da hängt ein Toter an der Amper...

Die Karlsfelder Krimiautorin Ruth M. Fuchs stellt ihr neues Werk „tatort Amper“ vor

Sie sollte demnächst ihre Krimis auch als Hörbuch herausgeben und selber die Sprecherin sein: Das lässt sich nach der Lesung mit der Krimiautorin Ruth M. Fuchs mit Sicherheit sagen. Was sie selbst geschrieben hat, ihren Krimi aus dem Dachauer Moos „Tatort Amper“, liest sie mit viel Lust und Laune vor.

Die Karlsfelderin verleiht dem brummelnden Hauptkommissar seinen echten niederbayerischen Klang, der naiv-raffinierten Hobby-Kriminalistin Annamirl Hofstetter eine treuherzige Note und hat auch für die anderen Charaktere ihr humorvolles Augenzwinkern übrig. Das bekommt sie dann auch im Feedback vom Publikum zu hören nach der Veranstaltung im Seminarraum der Volkshochschule Karlsfeld: „Gut habn‘S gelesen.“ „Das war sehr kurzweilig.“„Da habe ich schon andere Lesungen erlebt.“

Was ebenfalls für Aufmerksamkeit beim Publikum sorgt, ist der heimatliche Hintergrund – man kennt sich ja aus und war vielleicht selbst schon mal am Tatort: „Kennen Sie das Amperwehr? An der Eschenrieder Straße geht doch parallel zur Straßenbrücke eine zweite für Fußgänger über die Amper...“ So beschreibt Annamirl Hofstetter ihren Standort der Polizei. Und exakt dort hat sie einen liegenden und einen hängenden Toten gefunden, beim Spaziergang. Als regionale Zuhörerin kennt man die Brücke und guckt beim nächsten eigenen Spaziergang vielleicht, ob da vielleicht auch ein Ermordeter liegt oder hängt? Oder wenn von „der 471, der depperten Bundesstraße“ die Rede ist, hat das einen amüsanten Wiedererkennungswert.

Und mit Annamirl Hofstetter als Karlsfelder Lehrerin identifiziert man sich sowieso. Ganz im Geiste von Agatha Christie und ihrer Miss Marple hält diese ebenso gewiefte wie gründliche Lady nichts von der Polizeiarbeit und ermittelt auf eigene Faust und mit ihren eigenen Methoden – bis der richtige Mörder entlarvt wird.

Wer das ist, erfährt man natürlich an diesem Abend nicht – das Buch soll ja schließlich gelesen werden. So viel verrät aber eine Zuhörerin, die das bereits getan hat: „Sehr clever gemacht! Erst ganz zum Schluss weiß man, wer‘s war.“

Ruth M. Fuchs kam aus Niederbayern nach München, um Verwaltungswissenschaften zu studieren. Nach dem Diplom blieb sie und lebt inzwischen mit ihrem Mann in Karlsfeld. Als sie, eigentlich durch Zufall, die Herausgeberin des Magazins „Neues aus Anderwelt“ wurde, begann sie auch zu schreiben und widmet sich mittlerweile ausschließlich der Tätigkeit als Schriftstellerin. Mehrere Bände hat sie dem Ermittler „Erkül Bwaroo“ gewidmet. Ähnlichkeiten zu Agatha Christies Hercule Poirot sind natürlich volle Absicht.

Aktuell hat sie nach dem Dachauer Abenteuer wieder etwas Niederbayerisches in Arbeit mit dem „Tod eines Bierdimpfels.“ Aber den wird sie dann hoffentlich auch wieder in Karlsfeld zum Besten geben.

Das Buch „Tatort Amper“, ein Krimi aus dem Dachauer Moos, ist im Raposa Verlag erschienen und kostet 9,99 Euro. Elfriede Peil

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