Josef Koller ist tot.

Der Karlsfelder Naturschützer Josef Koller ist tot

Karlsfeld - Trauer um Josef Koller: Der Karlsfelder Naturschützer und Vogelkundler ist mit 68 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

Seine große Liebe galt der Natur – und insbesondere dem Schwarzhölzl. 1965 stellte er an die Regierung von Oberbayern den ersten Antrag auf Ausweisung des Schwarzhölzls zum Naturschutzgebiet. Doch erst 1994 war das Ziel erreicht. Die Bestandsaufnahme aller Brutvögel im Dachauer Moos ist Josef Koller zu verdanken. Im Mai 1984 wurden ihm der Bruno-H.-Schubert-Preis und das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1990 bekam er den Umweltpreis der Gemeinde Karlsfeld, 1993 die Bayerische Umweltmedaille und 1999 die Goldene Verdienstnadel des Bund Naturschutz. 2006 wurde er mit der Karlsfelder Bürgermedaille geehrt. Josef Koller war alleinstehend und lebte relativ zurückgezogen. Obwohl er bei der Post arbeitete, besaß er keinen Telefonanschluss. Er veröffentlichte u. a die Bücher „Geliebtes Schwarzhölzl“ und „Dachauer Naturschätze“. (ek)

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