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Wenig los, weil Ferien sind: Ansonsten ist der P+R-Platz in Karlsfeld meistens voll.

ADAC untersucht P+R-Parkplatz in Karlsfeld

Nur Note „ausreichend“

Er ist zwar groß, aber birgt nicht viel Komfort. Bei einer Untersuchung des Automobilclubs ADAC schnitt der Karlsfelder P+R-Parkplatz nur mit der Note „ausreichend“ ab. Es gibt in mehreren Punkten Luft nach oben

Karlsfeld – Die Park-and-Ride-Anlage am Karlsfelder Bahnhof hat ihre Vorzüge, bekommt insgesamt allerdings nur die Note „ausreichend“. Das ist das Ergebnis einer ADAC-Untersuchung.

Der große Automobilclub hat 60 Anlagen in oder außerhalb von zehn deutschen Metropolen getestet. Wie komfortabel ist die Ausstattung, wie gut die Anbindung? Diese und viele Kriterien mehr flossen in die Beurteilungen ein. Das Gesamtbild sei positiv, so der ADAC in seiner Veröffentlichung. Ein Drittel der getesteten P+R-Anlagen erhielt die Wertung gut oder sehr gut.

Karlsfeld war nicht darunter. Negativ bewertet wurde vor allem der Nutzerkomfort, positiv der Punkt Kosten. Ein Einzelticket kostet in Karlsfeld 1 Euro für 24 Stunden, die Jahreskarte können Pendler für 110 Euro haben.

Die Anlage umfasst 105 Stellplätze auf der Ostseite und 102 auf der Westseite des Bahnhofs. Betreiber ist die P+R Park & Ride GmbH München.

Die Anlage in Karlsfeld war eine von sechs getesteten im Raum München und schnitt hier im Vergleich mit den anderen gemeinsam mit Neuperlach-Süd am schlechtesten ab. Die beste Bewertung erhielt Fröttmaning.

Es gibt auch ein paar positive Punkte

Dennoch gibt es neben dem Preis eine ganze Reihe von positiven Punkten, die der ADAC für die Karlsfelder Anlage festgehalten hat. So sind zum Beispiel Informationen über Lage, Größe und Preis im Internet abrufbar, ebenso ist die Voraussage der Parkplatzbelegung online verfügbar. Positiv zu bewerten ist nach Ansicht des ADAC auch, dass eine Kontaktaufnahme mit dem Personal möglich ist. Der Parkbereich ist in Karlsfeld durchgehend beleuchtet, das ist nicht bei allen getesteten Anlagen der Fall.

Ein dickes Plus bekam der Karlsfelder Platz für seine Lage direkt an der Haltestelle. Und die S-Bahn dort verkehrt im 10-Minuten-Takt, meistens zumindest.

Wer nach München will, ist gut beraten, auf die S-Bahn umzusteigen, wie der ADAC festgestellt hat. Die Fahrtzeit zum Hauptbahnhof München sei mit dem ÖPNV im Berufsverkehr um sieben Minuten kürzer als mit dem Auto, die Fahrtzeit zum Rathaus München sogar um 24 Minuten.

Negativ fiel dem ADAC auf: keine Frei- oder Besetzt-Anzeige, kein Hinweis auf die Anzahl freier Stellplätze, die Stellplätze sind nicht befestigt, teilweise gibt es nicht voneinander abgegrenzte Stellplätze, die Ticketautomaten sind nicht überdacht.

Testverlierer war übrigens die P+R-Anlage an der Plovdiver Straße in Leipzig. Gesamturteil hier: „sehr mangelhaft“. tol

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