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Karlsfelder Sanierungsfälle

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Sporthalle von außen.
Altehrwürdig: Die Sporthalle an der Krenmoosstraße muss saniert werden, ebenso das Karlsfelder Hallenbad. © hab

Das Karlsfelder Hallenbad muss dringend saniert werden, ebenso die Sporthalle an der Krenmoosstraße.

Karlsfeld – Beide Maßnahmen werden siebenstellige Summen verschlingen, so viel ist schon heute klar. Deutlich billiger wird es, wenn die Gemeinde Karlsfeld bei einem vom Bund aufgelegten Förderprogramm zum Zuge kommen sollte. Der Gemeinderat entschied einstimmig, dass sich Karlsfeld bewerben solle.

Das Programm trägt den Titel „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. 600 Millionen Euro hat der Bund dafür locker gemacht.

Wie der Karlsfelder Kämmerer Alfred Giesinger erklärte, könne mit einer Förderung von bis zu 45 Prozent gerechnet werden; eine Menge Geld und deutlich mehr, als jedes vom Freistaat aufgelegte Förderprogramm bringen würde. Entsprechend begehrt ist es. Giesinger machte den Gemeinderäten jedenfalls nicht viel Hoffnung. Die Aussicht, tatsächlich ins Programm aufgenommen zu werden, liege unter zehn Prozent.

Aber vielleicht haben wir ja Glück – dachten sich die Gemeinderäte und stimmten der Bewerbung zu. Für einigen Diskussionsbedarf sorgte allerdings eine maßgebliche Vorgabe: Wer den Zuschlag erhält und das Fördergeld in Anspruch nimmt, verpflichtet sich, die Sanierung innerhalb von fünf Jahren umzusetzen. Mehrere Gemeinderäte gaben zu verstehen, dass dies angesichts der mehr als prekären Haushaltslage in Karlsfeld bedenklich sei. Bürgermeister Stefan Kolbe versicherte allerdings, dass es trotz des Umsetzungsgebots „die ureigenste Entscheidung des Gemeinderats“ sei, ob tatsächlich saniert werde.

Dass die Sanierung in beiden Fällen erforderlich ist, ist ohnehin unstrittig. Die letzte Sanierung des Hallenbads liegt 20 Jahre zurück, vor allem dort ist viel zu tun. Auch die Sporthalle an der Mittelschule ist in die Jahre gekommen. Sie soll saniert werden, wenn die neue Halle an der neuen Grundschule nebenan fertig ist, damit der Schulsport weiter stattfinden kann.

CSU-Fraktionschef Bernd Wanka rief seine Gemeinderatskollegen auf, sie sollten sich an die Bundestagsabgeordneten ihrer Partei wenden. Um die Chance zu erhöhen, im Förderprogramm zum Zuge zu kommen, „brauchen wir unsere Abgeordneten“.

tol

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