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Steht für Qualität: Das Sinfonieorchester Karlsfeld mit Dirigent Bernhard Koch.

Karlsfelder Sinfonieorchester

Klassik passt prima zu Weihnachten

Karlsfeld - Das Karlsfelder Sinfonieorchester hat beim „Konzert im Advent“ im Bürgerhaus eines unter Beweis gestellt: Klassik passt prima zu Weihnachten. Das Publikum dankte den Musikern – und einem Komponisten.

Weder noch anstehende Weihnachtsvorbereitungen noch das nasskalte Winterwetter hielten zahlreiche Musikbegeisterte davon ab, der Einladung des Karlsfelder Sinfonieorchesters zu seinem „Konzert im Advent“ zu folgen.

Unter der Leitung von Bernhard Koch präsentierten die Musiker ein vielfältiges Programm. Zum Auftakt erklang die Sinfonia in B-Dur des jüngsten Bach-Sohnes Johann Christian Bach. Die erste Solistin des Abends, Barbara Eckmüller, schloss in diesem Jahr in Würzburg ihr Musikstudium mit Hauptfach Harfe ab. Ihre gefühlvolle Interpretation des Konzerts für Harfe und Streichorchester G-Dur von Georg Christoph Wagenseil versetzte das Publikum in festlich-feierliche Stimmung. Für den großen Beifall bedankte sich die Künstlerin mit einer solistischen Zugabe: „Welch’ herrliche Nacht“ aus dem Weihnachtszyklus des Münchner Komponisten Alfred Artmeier.

Zum laufenden Lutherjahr präsentierte das Orchester anschließend die Sinfonie Nr. 5 in D-Dur/d-Moll („Reformations-Sinfonie“) von Felix Mendelssohn Bartholdy (2. und 3. Satz). Obwohl heutzutage eines der bekanntesten und beliebtesten Werke Mendelssohns, distanzierte er sich selbst später von dieser Komposition und äußerte einmal einem Freund gegenüber, er hätte diese Sinfonie „am liebsten nicht aus dem Gefängnis seines Notenschranks entwischen lassen“. Das Karlsfelder Publikum freute sich darüber, dass er es dennoch getan hat.

Mit dem beschwingt vorgetragenen Vorspiel zum 1. Akt aus der 1832 uraufgeführten Oper „L’elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti endete der erste Teil des Konzerts. Zum Auftakt der zweiten Hälfte präsentierte das Orchester einen Auszug aus dem zweiten Teil des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Nun durfte das Orchester die zweite Solistin des Konzerts begrüßen, die vielfach preisgekrönte Oboistin Alexandra Hajdu, die mit großer Virtuosität das Konzert für Oboe und Orchester über Motive aus Donizettis Oper „La Favorita“ von Antonio Pasculli zur Aufführung brachte.

Angesichts des Tempos und der technischen Herausforderungen dieses Stückes ist es nicht weiter verwunderlich, dass eine Rennradmarke von einem bekannten Oboisten nach Pasculli benannt wurde, wie Bernhard Koch dem begeisterten Publikum berichtete. Nach kurzer Verschnaufpause zeigte Alexandra Hajdu mit einem Satz aus einer Fantasie für Traversflöte von Georg Philipp Telemann, dass sie auch mit eher ruhigen Tönen zu begeistern vermag.

Passend zur Jahreszeit bildete Émile Waldteufels Walzer „Die Schlittschuhläufer“ den offiziellen Abschluss des Programms. Nach großem Applaus entließen die Musiker ihr Publikum mit einer Zugabe ins „Swingende Karlsfelder Winterwonderland“.  dn

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