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Karlsfelder SPD stellt Prüfantrag: Wird die Neue Mitte zur Fußgängerzone?

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Schwer durchkommen: Die Straße An der Wögerwiese in der Karlsfelder Neuen Mitte wird mitunter zum Nadelöhr. Ist sie frei, wird oft zu schnell gefahren. © kn

Tempo 10 gilt eigentlich auf der Straße An der Wögerwiese in der Karlsfelder Mitte. Eigentlich. Denn die Tempo-10-Zone ist nicht in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen worden. „Kein Autofahrer kann bei einem Verstoß belangt werden“, sagt Franz Trinkl, der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion. Deshalb fordert die SPD in einem Antrag, die Verwaltung soll prüfen, ob die Straße zur Fußgängerzone gemacht oder zumindest als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden könnte.

Karlsfeld – Bei einem Ortstermin hätten sich auch die Anwohner für eine solche Maßnahme ausgesprochen, so Trinkl, es gebe eine „deutliche Präferenz“ für eine verkehrsberuhigte Zone. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h heraufzusetzen, sei nicht der Wunsch der Anwohner. Und auch die SPD hält das für den falschen Weg. Trinkl: „Signalisiert es doch, dass wir eine Erhöhung der erlaubten Geschwindigkeit wollen, das ist nicht der Fall.“ Ohnehin werde auf der Straße zu schnell gefahren, ebenso in der Pfarrer-Mühlhauser-Straße und in der Gartenstraße.

Bei ihrem Ortstermin erfuhren die Karlsfelder SPD-Mitglieder eine ganze Reihe von Klagen. So feierten Jugendliche spätabends unter den Arkaden der Neuen Mitte Partys, der Platz werde „vermüllt“, schreibt Trinkl. Vorschlag der SPD: den WLAN-Hotspot um 20 Uhr abschalten. Zudem sollten Mitarbeiter der Aufsuchenden Jugendarbeit (Streetwork) mit den Jugendlichen sprechen.

Viele Bewohner der Neuen Mitte ärgern sich auch über Lkw-Fahrer, die bei der Anlieferung auf der Straße im absoluten Halteverbot parkten. „Die Verkehrssituation wird kritisch“, so Trinkl, „dieses Verhalten konnten wir auch bei unserer Begehung beobachten.“

Kritik aber gibt es auch am Verhalten mancher Busfahrer. Die würden an der Haltestelle Gartenstraße im Stehen ihren Motor nicht abschalten. Dies habe sogar schon Mieter zum Auszug veranlasst, so Trinkl im Protokoll der Ortsbegehung.  tol

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