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Erfolgreiche Autorin: Ruth M. Fuchs aus Karlsfeld. 

Mord im Dachauer Moos

Die Karlsfelderin Ruth M. Fuchs veröffentlicht ihren Kriminalroman „Tatort Amper“

Mit ihren Romanen war Ruth M. Fuchs bisher in der fantastischen Welt der Kobolde und Elfen unterwegs. Ihr neuestes Werk ist ein Krimi, der im Dachauer Land spielt.

Karlsfeld Regionalkrimis werden immer beliebter, von Ostfriesland bis zum Allgäu wird heimatverbunden gemordet. Seit Anfang des Jahres kann sich auch das Dachauer Moos dazu zählen. Ruth M. Fuchs macht es möglich, mit ihrem neuen Kriminalroman: „Tatort Amper“.

Die Autorin, die seit 2003 mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Karlsfeld lebt, hat viele, ganz unterschiedliche Fähigkeiten. Sie studierte in München Verwaltungswissenschaft und arbeitet in einer Münchner Behörde. Das ist die sachliche Seite. Sie erschafft „Soft-Skulpturen“ vom Einhorn über den Drachen und die Prinzessin bis hin zur alten Bäuerin. Wie viele und was sie alles moduliert hat, weiß sie nicht. Auf Ausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren sie zu sehen. Das ist die kreative Seite.

Fuchs hat eine Schwäche für Sagen und Legenden, für Feen und Kobolde und denkt sich gerne in eine „Anderwelt“. Das ist die Fantasie-Seite.

Und sie liest gerne Krimis, bevorzugt von Agatha Christie, das ist die literarische Ader. Die ist offenbar so ausgeprägt, dass sie von der begeisterten Leserin zu einer ebensolchen Schriftstellerin wurde.

Ruth Marion Fuchs ist in Straubing geboren. Ihr Vater ist immer gerne im Bayrischen Wald gewandert – sie selbst weniger gern. Damit ihr der Spaziergang etwas leichter fiel, hat er ihr von geheimnisvollen Geschehnissen im Wald erzählt. „Da hat der Papa sich ganz schön was ausgedacht. Diese Fantasie hab ich wohl von ihm geerbt.“

Sie wurde schließlich Herausgeberin des Magazins „Neues aus Anderwelt“ und schrieb selbst einige Artikel. Darauf wurde ein Verlag aufmerksam und überredete sie, ein Buch über Wesen der Anderwelt – also Elfen, Zwerge, Kobolde – zu schreiben. Es wurden dann insgesamt drei Bücher aus dieser Fantasy-Phase.

Als eine Freundin ihr eine Zeichnung von dem berühmten Detektiv Hercule Poirot als Elf schickte, hatte es sie gepackt. Sie machte aus ihm den Elfendetektiv Erkül Bwaroo und widmete ihm insgesamt sechs Krimibände. Danach kam der niederbayerische Hauptkommissar Quirin Kammermeier und jetzt eben die Dachauer Ermittlerin Annamirl Hofstetter.

Ruth M. Fuchs erzählt: „Als allererstes habe ich den Mord im Kopf.“ Den wälzt sie gedanklich hin und her, bis sie eine logische Geschichte dazu hat. „Die Charaktere entwickeln sich beim Schreiben von ganz allein.“ Ungefähr ein Jahr braucht sie für solch einen Roman.

Für den Amper-Mord hat sie recherchiert bei den Pistolenschützen Dachau, bei der Kriminalpolizei in Fürstenfeldbruck und bei der Forensik in München. Dort hat sie auch die Sektionssäle gesehen, „wie man sie aus dem Fernsehen kennt, wo der Tatort gedreht wird“.

Seit 2013 veröffentlicht Ruth M. Fuchs ihre Werke im Eigenverlag Raposa. Das macht sie unabhängiger. Und es läuft gut – was ihr auch für den Amper-Mord zu wünschen ist.

Elfriede Peil

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