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Drei Kommunalpolitiker, die Karlsfeld entscheidend geprägt haben (von links): Fritz Nustede, Bruno Danzer (gestorben 2016) und Erwin Werner (gestorben 2004).

Bei der Bürgermeisterwahl in Karlsfeld kann‘s schon mal eng werden 

Zwei Karlsfelder Kopf-an-Kopf-Rennen

Amtsinhaber Stefan Kolbe (CSU) sowie die Herausforderer Birgit Piroué (Bündnis für Karlsfeld) und Dr. Bernhard Goodwin (SPD), treten am 15. März bei der Bürgermeisterwahl in Karlsfeld an. Ob’s wohl genauso spannend wird wie vor 60 Jahren?

Karlsfeld – Bei den Bürgermeisterwahlen vor 60 Jahren trennten den späteren Sieger Bruno Danzer und den von der CSU aufgestellten Kandidaten Dr. Wolfgang Lindenblatt 64 Stimmen. Danzer, von der SPD und verschiedenen Wählergruppen unterstützt, wurde mit 36 Jahren einer der jüngsten Bürgermeister in Bayern.

Bemerkenswert: Das Kopf-an-Kopf-Rennen Danzer-Lindenblatt vor 60 Jahren war keinesfalls das engste Ergebnis bei einer Bürgermeisterwahl in Karlsfeld. 1990, vor 30 Jahren, ging es noch knapper zu. Danzer war in den Ruhestand gegangen, nach 30 Jahren im Amt. Um den höchsten Posten im Karlsfelder Rathaus bewarben sich SPD-Mann Fritz Nustede, langjähriger zweiter Bürgermeister und erfahrener Kommunalpolitiker, und Erwin Werner.

Mit dem Landmaschinenhändler Werner schickten die Christsozialen einen politischen Nobody ins Rennen. Und doch hätte der Fritz Nustede ums Haar geschlagen. 24 Stimmen lagen am Ende zwischen den beiden Bewerbern. Erwin Werner wurde zweiter Bürgermeister, saß im Gemeinderat und im Kreistag. Er prägte die Gemeinde Karlsfeld maßgeblich mit. Am 29. April 2004 verstarb Werner völlig unerwartet im Alter von 64 Jahren. 

mm

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