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40 Jahre Kunstkreis: Dieter Kleiber-Wurm (rechts) mit einige seiner langjährigen Mitstreiter.

Jubiläumsausstellung des Karlsfelder Kunstkreises

Mit Ecken und Kanten

Vor 40 Jahren wurde der Kunstkreis Karlsfeld gegründet. Zum Jubiläum stellen die Mitglieder bunte Quadrate aus. Und das hat seinen Grund.

Karlsfeld – Mit zwei quadratischen Leinwänden waren die Mitglieder des Kunstkreises Karlsfeld vor zwei Monaten nach Hause gegangen. Die Aufgabe: daraus Werke für die Sonderausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des Kunstkreises kreieren. Diese Ausstellung – „Kunst im Quadrat“ – eröffnet nun am Samstag um 10.30 Uhr in der Galerie am Drosselanger. Herausgekommen ist eine bunte Präsentation.

Warum ausgerechnet „Kunst im Quadrat“ als Thema zur Jubiläums-Ausstellung? Für den Kunstkreisvorsitzenden und Gründungsmitglied Dieter Kleiber-Wurm gibt es nur eine logische Antwort: „Vier Jahrzehnte des Kunstkreises ist ein Quadrat.“ 21 Kunstkreis-Mitglieder gestalteten also Quadrate. „Ursprünglich sollten sie 40 mal 40 Zentimeter sein“, erzählt Kleiber-Wurm bei der Pressebesichtigung. Aber das sei vielen dann doch zu klein gewesen, weshalb die ausgestellten Leinwände jetzt 50 mal 50 Zentimeter messen. Doch das Ganze wird wieder eine runde Sache, wenn man sich die Anzahl anschaut: „Es haben genau 40 Gemälde in der Galerie Platz gefunden“, sagt Kleiber-Wurm weiter.

Inhaltlich beschäftigen sich nur sehr wenige Werke mit dem Jubiläum selbst oder mit der Zahl 40. Die Künstler tobten sich dagegen in ihrer Kreativität aus und verpassten den Quadraten „ihre ganz eigene Handschrift“, wie Gründungsmitglied Anita Neuhaus sagt. Bei vielen müsse man erst gar nicht auf die Signatur sehen, um zu erkennen, von wem es ist. „Es ist so schön, wie wir uns alle ergänzen, man könnte meinen, wenn alle Quadrate ausmalen, könnte es langweilig werden, doch so ist es nicht“, freut sie sich, als sie zum ersten Mal das Arrangement in der Galerie sieht.

Die Künstler wussten nicht, was die anderen mit ihren Quadraten anstellen. Und doch entstand ein „Bildband, der sich durch den Raum zieht“, wie es Kleiber-Wurm beschreibt. So hängen die Quadrate mit akribisch gleichem Abstand nebeneinander. Sortiert – so scheint es auf den ersten Blick – sind sie nach den Farben des Regenbogens, nicht nach Künstlern, wie es sonst in einer Ausstellung üblich ist.

Kleiber-Wurm freut sich besonders, dass alle noch lebenden sechs Gründungsmitglieder bei der Ausstellung mitmachen. Da wird auch gut und gerne zurückgedacht. „Ich weiß noch, wie wir damals, an einem Freitag, den 13. im alten Rathaus gesessen sind und uns gegründet haben“, fängt Anita Neuhaus an. Sie habe damals eigentlich nur den Raum organisiert und musste danach anfangen zu malen, „sonst wäre ich wieder rausgeschmissen worden“, scherzte sie. Von den Anekdoten wird es am Vernissage-Tag wohl noch einige mehr geben.

„Kunst im Quadrat“ in der Galerie Kunstwerkstatt am Drosselanger wird am Sonntag, 13. Mai, um 10.30 Uhr eröffnet. Weiter ist sie geöffnet am Sonntag, 14. Mai, von 10 bis 18 Uhr sowie am Wochenende, 20./21. Mai, von 14 bis 18 Uhr.

Miriam Kohr

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