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Führten vorab durch die Ausstellung: Norbert Röhrle, Anita Neuhaus, Manfred Schmölz, Klaus-Peter Kühne und Ingrid Regendantz (von links). 

Kunstkreis Karlsfeld eröffnet heute seine Mitgliederausstellung „vernetzt“

Netz-Werke in größter Vielfalt

Visuell, digital oder sozial, der Karlsfelder Kunstkreis ist „vernetzt“. Bei der Mitgliederausstellung zeigen 20 Künstler des Vereins, wie sie sich auf ihre Art mit dem Ausstellungsthema auseinandergesetzt haben.

Karlsfeld – Wie immer ist dabei eine vielfältige Ausstellung entstanden. Klaus-Peter Kühne, Kunstkreis-Vorsitzender, hat bei einem Fotostreifzug durch den Regen vom Winde verwehtes Brunnenwasser fotografiert. Das Bild ist ihm beim Ausstellungsthema wieder in den Sinn gekommen. „Durch den Wind fließt das Wasser nicht geordnet nach unten, Wassertröpfchen bilden eine Art Gewebe, ein Netz“, erklärt er. Er verstärkte die netzartige Struktur mit schwarzem Fineliner und Silberstift, sodass es scheint, als wäre im Brunnen ein Drahtzaun platziert.

Ingrid Regendantz steuerte gleich zwei Werke bei. Ein Acrylgemälde, das eine junge Frau darstellt, der gerade ein älterer, gut verdienender Mann „ins Netz gegangen ist“, wie sie sagt. Ihr zweites Werk ist ein genähtes Spinnennetz mit einer haarigen Stoffspinne. Sie nennt es „Dark-Net“.

Bei Manfred Schmölz’ Aquarellbildern in der Nass-in-Nass Technik ist der vernetzte Gedanke malerisch: „Die Pigmente, die Farben sind ineinander verschwommene und damit miteinander verbunden.“

Anita Neuhaus’ Barbie befindet sich hinter einer durchsichtigen Folie. Fäden liegen darüber, die in alle Richtungen streuen. Das Kunstwerk stehe für „den gläsernen Menschen, der vernetzt ist“.

Daneben hängt das Bild von Norbert Röhrle. Sein Acrylgemälde könnte ein Blick in das Gehirn mit den verbindenden Synapsen sein, also die organische Sichtweise der Vernetzung – so lautet der Titel: „organic network“.

Überschneidende Linien mit Berührungs- und Verbindungspunkten sieht man auf unterschiedliche Art in der Galerie. Aber auch Objekte und Skulpturen wie ein inneres Stück eines Computers von Renate Haffner, das sie „Tod eines Netzwerkes“ nennt, oder die optische Darstellung verwurzelter Waldbäume, dem „Wood Wide Web“ von Liz Schinzler, sind zum Motto entstanden.

So sind auch die Kunstkreis-Mitglieder durch das gemeinsame Motto vernetzt. Sie freuen sich auf viele Besucher zur letzten Ausstellung in diesem Jahr. Das Programm für 2020 steht schon, die Flyer dazu liegen bereits aus. MIRIAM KOHR

Die Ausstellung

„Vernetzt“ in der Galerie Kunstwerkstatt am Drosselanger in Karlsfeld wird am heutigen Freitag, 8. November, um 19 Uhr eröffnet. Sie ist danach an den Wochenenden 9./10. sowie 16./17. November jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Miriam Kohr

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