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„Herzschlag der Erde“ heißt dieses Bild von Liz Schinzler. Die Karlsfelder Künstlerin will die Verb undenheit zur Natur spürbar machen.

Karlsfelder Kunstkreis

Zwischen Moos, Lava und brodelnden Quellen

Die Künstlerin Liz Schinzler nimmt die Betrachter ihrer Bilder mit auf eine Reise nach Island. Ein Abenteuer.

Karlsfeld – „Island ist für mich das wildeste, abstrakteste, leiseste, farbigste und wasserreichste Land, das ich auf meinen Reisen um die Welt kennengelernt habe. Hier fand ich den Zugang zum Elementaren. Hier kann man den Herzschlag der Erde spüren.“ Das ist das Fazit der Karlsfelder Künstlerin Liz Schinzler nach zweieinhalb Wochen auf der Insel im Nordatlantik. Mitgebracht hat sie viele Fotos und Eindrücke, die sie nun in ihrer Ausstellung beim Karlsfelder Kunstkreis in der Galerie am Drosselanger zeigt.

„Eigentlich wollte ich eine Ausstellung machen, von all meinen Reisen“, gesteht sie bei der Vorbesichtigung. Doch es seien einfach so viele Island-Bilder geworden, dass sie diesem Land einfach eine komplette Ausstellung widmen wollte. „Dabei möchte ich aber gar nicht so Werbung für Island machen“, räumt sie ein. Wichtiger sei ihr, dass die Besucher durch ihre Bilder die Verbundenheit zur Natur spüren und diese schützen wollen.

Schinzler begab sich in ihrem Urlaub mit ihrem Mann ins Hochland, fernab der Touristen-Hot-Spots. „Wir haben einen Vulkan bestiegen und hatten von dort oben einen Wahnsinns-Ausblick. Weit und breit waren keine Straßen oder Häuser zu sehen.“ Sie habe sich in solchen Momenten wie der einzige Mensch auf der Welt gefühlt. Und wenn sie zwischen Moos, Lava und brodelnden Quellen stand, „hat sich das angefühlt, als würde man mitten im Entstehungsprozess der Erde stecken“, sagt sie.

An Lava, Moos und Gletscher erinnern auch ihre abstrakten Bilder. Betrachtet man die eher als Kommentar beigefügten Fotos, scheint es so, als würde Schinzler das Abstrakte der Fotos in Form und Farbe herausarbeiten und zugleich die Vielfalt an Islands magischen Landschaften offenbaren.

Ein bisschen Angst hatte die Künstlerin während ihrer Reise, dass ein Vulkan ausbrechen könnte. Die Isländer gehen damit dagegen ziemlich cool um. „Die haben um ihre Häuser meist Wellbleche, dass wenn wieder ein Ausbruch war, sie die Asche nur noch abwaschen müssen.“

Eine braune Fläche mit eingearbeitetem Sand wirkt wie eine Wand, darüber ist quer Wellpappe geklebt, die das Wellblech darstellt, und darüber ein wüstes, tiefes Rot – die Lava. Schinzlers Gemälde „Feuerwand“ beschreibt die Wellblech-Häuser Islands so korrekt, dass es verwunderlich ist, dass das Gemälde bereits vor der Island-Reise entstanden ist.

Ähnlich ist es beim Werk „Gletschersee“: Die graublaue runde Fläche mit den roten Papierschnipseln passt so perfekt zu dem daneben klein abgedruckten Foto eines Gletschersees, dass man meinen könnte, die Künstlerin habe sich von dem Foto zum Bild inspirieren lassen. Doch auch hier gilt: Das Gemälde war weit vor ihrer Islandreise da. Hier ordnete Liz Schinzler die Bilder erst nach dem Betrachten der Urlaubsfotos zu.

Es gibt auch Acryl-Mischtechnik-Werke, die erst nach der Reise entstanden sind. Bei den Bildern geht Liz Schinzler einen Schritt weiter. Auf das gedruckte Foto „Wohin der Weg dich führt“, das eine Hügellandschaft mit Flusslauf und Holzsteg zeigt, brachte sie Farbe, Asche und Sand auf. Aber nur so viel, dass der Betrachter auf den ersten Blick nicht weiß, was er vor sich hat: Gemälde oder Foto? Liz Schinzler: „Ich versuche damit eine Art Dreidimensionalität zu schaffen sowie eine Symbiose von Fotografie und Malerei.“

Die Ausstellung „Island abstrakt“ von Liz Schinzler in der Galerie des Karlsfelder Kunstkreises wird heute um 19 Uhr eröffnet und ist dann bis zum 18. März jeweils am Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Miriam Kohr

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