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„Man ist immer selber mit dem Herz dabei“

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Ein wenig Frühling zum Dank an die ehrenamtlichen Helfer des Caritas-Altenheims St. Josef.  spi
Ein wenig Frühling zum Dank an die ehrenamtlichen Helfer des Caritas-Altenheims St. Josef. spi

Karlsfeld - Die ehrenamtlichen Helfer des Caritas Altenheims St. Josef in Karlsfeld sind voller Engagement - und bekommen dafür etwas zurück.

Karlsfeld - Hell strahlt die Sonne in die Cafeteria, die lange Tafel ist liebevoll für das Kaffeekränzchen gedeckt, Tulpen verströmen einen Hauch von Frühling. „Ist das wieder schön“, freut sich Hiltrud Beyer. Sie ist eine der rund 50 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Caritas Altenheims St. Josef in Karlsfeld. Heimleiter Christian Mallow und Ulrike Winkelmeier von der Sozialen Begleitung persönlich Danke bei Kaffee und Kuchen. Rund 30 Ehrenamtliche sind der alljährlich stattfindenden Einladung gefolgt.

Damit wolle man die Arbeit der engagierten Helfer honorieren und den Austausch untereinander fördern, so der Leiter der Einrichtung. „Einige von ihnen sind schon Jahrzehnte für unser Haus tätig“, berichtete er. „20 Jahre!“, warf Ursula Doben lachend in die Runde. Doben engagiert sich seit vielen Jahren im Caritas Altenheim St. Josef: Sie bietet Bewegung an. Bei ihrer Sitzgymnastik wird neben der körperlichen Ertüchtigung viel gelacht.

Das ehrenamtliche Engagement im Caritas Altenheim St. Josef hat viele Facetten. Es umfasst nicht nur Gymnastik, gemeinsames Musizieren und Ausflüge. Besondere Ereignisse sind die Besuche von Birgit Ehrhardt mit ihrer ,Streichelbande’, drei Kuschelhasen und ihrem Hund Kati. „Ganz besonders freuen sich die Bewohner auch über die Besuche der Kinder aus dem angrenzenden Kindergarten ,Arche Noah’“, bemerkte Winkelmeier. Das Altenheim arbeitet zudem eng zusammen mit dem Elisabeth-Hospiz-Verein Dachau e. V. „Wir begleiten Schwerkranke und deren Angehörige und geben Zuwendung“, informierte Christina Hofmeyer, Koordinatorin und Einsatzleiterin des Hospizvereins. Leider werde der Hospizdienst in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen. „Man ist immer selber mit dem Herz dabei“, betonte sie.

Die freiwilligen Helfer berichten davon, wie viel Befriedigung ihnen ihr Engagement verschafft. „Wir singen und plötzlich stimmen Bewohner, die apathisch waren und nicht Mitmachen wollten in das Lied ein“, berichtet Gerlinde Steuer. „Plötzlich beginnen Einige zu erzählen, machen eine Zeitreise und erinnern sich an glückliche Momente“, so Steuer. Aus solchen Momenten ziehe sie die Kraft für ihr Engagement. Sie selbst engagiere sich bereits seit zehn Jahren.

„Die Zahl der Ehrenamtlichen steigt sukzessiv an“, so Mallow. Dass sich auch junge Menschen einbringen zeigt das Beispiel der 15-Jährigen Melanie Gruber. Seit kurzem steht in der Cafeteria ein Piano, auf dem Gruber jeden Donnerstag spielt. Auch Maria Moser wusste schon immer, dass sie sich einmal ehrenamtlich engagieren würde. „Früher habe ich im Kindergarten gearbeitet“, erzählt sie. Sie habe sich immer gesagt, wenn sie einmal in Rente sei, engagiere sie sich ehrenamtlich. Ihre Wahl fiel auf das Altenheim. Seitdem besucht sie einmal wöchentliche das St. Josef Caritas Altenheim. „Es kommt sehr viel zurück“, betont die Rentnerin. Auf diese Weise habe sie das Gefühl, nicht nur etwas für andere zu tun, sondern auch für sich.

(spi)

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