Michael Schrodi.
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Seit 2017 im Bundestag: Michael Schrodi.

Bundestagsabgeordneter kritisiert Sparpläne des Konzerns scharf

MAN: Schrodi ruft zum Kampf auf

Michael Schrodi kritisiert die MAN-Konzernführung wegen der angekündigten Sparpläne mit deutlichen Worten.

München/Karlsfeld – Der SPD-Bundestagsabgeordnete ruft Vertreter aller Parteien in der Region dazu auf, „an der Seite des Betriebsrats und der MAN-Belegschaft zu stehen und für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen“.    

Wie mehrfach berichtet, sind ein Drittel der 9000 Arbeitsplätze bei MAN am Standort München/Karlsfeld gefährdet. 3000 Menschen könnten ihren Arbeitsplatz verlieren, die meisten leben in der Region.

„Das Verhalten von MAN und des Mutterkonzerns Volkswagen zeugt weder von gesellschaftlicher Verantwortung noch von wirtschaftlichem Weitblick“, schreibt Schrodi in einer Pressemitteilung.

Ziel der Bundesregierung sei es, die Arbeitsplätze in der Automobilbranche zu erhalten und gleichzeitig den zügigen Umstieg auf klimafreundliche Antriebe zu meistern. Schrodi verweist auf das Konjunktur- und Zukunftsprogrammes der Bundesregierung, mit dem der Automobilindustrie acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, sowie auf die „Konzertierte Aktion Mobilität“ mit einem Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro.

„Unternehmen wie MAN sollen stärker, zukunftsfähiger und klimafreundlicher gemacht werden – das geht nur gemeinsam mit den Beschäftigten, die durch ihre Leistung maßgeblich mitverantwortlich für den bisherigen Erfolg des Unternehmens und die Stärke unseres Wirtschaftsstandortes sind“, so Schrodi. Der Abgeordnete ruft die Konzernführung dazu auf, „jetzt auf die Beschäftigten zuzugehen anstatt 3000 Menschen am Standort München/Karlsfeld mit Jobverlust zu drohen“.

Der MAN-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Saki Stimoniaris habe die Situation richtig dargelegt: Voraussetzung für eine nachhaltige Lösung könne nur sein, dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet wird. Schrodi: „Jetzt muss sich auch die Unternehmensleitung bewegen, um den Standort gemeinsam mit der Belegschaft zukunftssicher zu machen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.“

Michael Schrodi sitzt seit 2017 für den Wahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck im Bundestag. Erst vor wenigen Tagen haben ihn die SPD-Delegierten erneut als Kandidat für die Bundestagswahl nominiert. Die Wahl findet im kommenden Jahr statt.

mm

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