MAN will Gemeinde Karlsfeld neues Konzept vorlegen

Lösung im Grundwasser-Streit in Sicht

Im Frühsommer hat eine Nachricht bei vielen Karlsfeldern große Besorgnis ausgelöst, vor bei Eigentümern von älteren Häusern: Die MAN Truck & BUS AG hatte die Genehmigung, zu Kühlungszwecken Grundwasser zu entnehmen und erwärmt wieder dem Grundwasserstrom zuzuführen.

Karlsfeld – Durch die Maßnahme könnte der in Karlsfeld ohnehin hohe Grundwasserspiegel weiter ansteigen (wir berichteten).

Jetzt kündigt sich eine Lösung an, nicht zuletzt dank des Protests besorgter Karlsfelder. Wie Bürgermeister Stefan Kolbe mitteilte, erstellt MAN derzeit ein Konzept „zum Schutz der Gemeinde Karlsfeld. Wenn dieses Konzept vorliegt, wird es im Januar oder Februar eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema im Bürgerhaus geben.“

Zwischenzeitlich ist auch die Gemeinde selbst aktiv geworden. Sie hat beim Verwaltungsgericht München Klage gegen den Genehmigungsbescheid der Landeshauptstadt München eingereicht. Die Klage ruht allerdings im Moment, erst will man im Karlsfelder Rathaus abwarten, bis das neue MAN-Konzept vorliegt. Sollte die Klage wieder aktuell werden, hat sie aufschiebende Wirkung. Kolbe: „Die Baumaßnahme darf dann nicht begonnen werden.“

Die MAN Truck & BUS AG will die Kühlung ihrer Gebäude von Klimaanlagen auf Kühldecken umstellen, durch die das zwölf Grad kühle Grundwasser gepumpt wird. Die Maßnahme ist bei MAN Bestandteil des Umweltprogramms „Green Production“. Durch den Verzicht auf Klimaanlagen würden der Stromverbrauch und damit den CO2-Ausstoß reduziert.

THOMAS LEICHSENRING

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