Gemeinderat stimmt Nutzungs-Rochade zu

Unternehmen für Medizintechnik zieht nach Karlsfeld aufs Ludl-Areal

Der Karlsfelder Gemeinderat hat einer Nutzungs-Rochade auf dem Ludl-Gelände zugestimmt, um einem Unternehmen für Medizintechnik die Ansiedlung zu ermöglichen. Auch das Bündnis war dafür, stimmte jedoch dagegen.

Karlsfeld – Ein Produzent von Medizintechnik will sich auf dem Ludl-Grundstück in Karlsfeld niederlassen. Der Gemeinderat entsprach am Donnerstag mehrheitlich dem Wunsch des Unternehmens, nicht wie ursprünglich vorgesehen im südöstlichen, sondern im nordwestlichen Teil des Areals bauen zu dürfen. Die dort geplanten Sozialwohnungen sollen im Gegenzug auf dem Baufeld im Südosten untergebracht werden. An dieser Stelle seien die notwendigen „Produktionsabläufe nicht unterzubringen“, sagte Simone Hotzan vom Bauamt. Planer und Bauverwaltung begrüßten die „Rochade der Nutzung“.

Dies tat der Gemeinderat auch einhellig. Dennoch stimmten die vier Bündnis-Gemeinderäte dagegen. Ihr Vorschlag: Die Sozialwohnungen könnten nicht mehr auf dem Ludl-Areal (und dort in Nachbarschaft zum Heizkraftwerk) gebaut werden, sondern auf dem Grundstück weiter südlich, auf dem sich jetzt noch ein Lidl- und ein Getränkemarkt befinden. Der Standort sei attraktiver. Adrian Heim sagte, die Ludl-Entwicklung sei für Karlsfeld „ein zukunftsweisendes Projekt“, seine Fraktion lehne es ab, über den Nutzungstausch unter Zeitdruck zu entscheiden. Der Gemeinderat sollte das Thema in der nächsten Sitzung in der kommenden Woche nochmals diskutieren. Bürgermeister Stefan Kolbe entgegnete, dass die CSU und die SPD doch auch in der Lage seien, sofort zu entscheiden. So fand der Bündnis-Antrag auf Aufschub der Entscheidung keine weitere Unterstützung.

Simone Hotzan verwies auf das Ergebnis einer Untersuchung, wonach ein „gesundes und verträgliches Wohnen“ neben dem Heizkraftwerk möglich sei. Der Anteil der Wohnnutzung ändert sich durch den Baufeldtausch nicht.  Thomas Leichsenring

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