Das werkseigene Blockheizkraftwerk liefert schon seit 2006 Strom und Wärme. foto: mtu

MTU rüstet Blockheizkraft auf Biomethan um

Über 7000 Tonnen CO2 pro Jahr weniger

Sparsamer und schadstoffärmer – so müssen Luftfahrtantriebe von morgen sein. Gleiches gilt für deren Herstellung. Die MTU Aero Engines verfolgt beide Zielsetzungen seit Jahren konsequent und hat jetzt einen wichtigen Meilenstein gesetzt: Die Umstellung des Blockheizkraftwerks auf Biomethan verspricht eine Senkung des CO2-Ausstoßes um über 7000 Tonnen pro Jahr. Der Startschuss für die Inbetriebnahme wurde jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde gegeben. Mit dabei war der zweiter Bürgermeister der Stadt München, Josef Schmid.

Karlsfeld/München – Deutschlands führender Triebwerkshersteller unterhält seit 2006 ein eigenes Blockheizkraftwerk auf dem Werksgelände, um effizient und emissionsarm Strom und Wärme zu erzeugen. Betrieben wurde es bis zum Jahr 2016 mit Pflanzenöl. Dann wurde die Umstellung auf den Biomethan-Betrieb beschlossen. „Wir wollten im Zuge unserer Beteiligung am Klimapakt Münchner Wirtschaft unser Blockheizkraftwerk noch effizienter auslegen“, erklärte Richard Maier, Leiter der Produktionsentwicklung bei der MTU. Blockheizkraftwerke wandeln chemische Energie durch Verbrennung von Brennstoffen in thermische und elektrische Energie um. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken arbeiten sie deutlich energieeffizienter und schadstoffärmer.

Der Klimapakt war vor drei Jahren unter der Schirmherrschaft von Münchens Bürgermeister Schmid ins Leben gerufen worden. 15 Großunternehmen hatten sich zur Verringerung des CO2-Ausstoßes innerhalb von drei Jahren um insgesamt 40 000 Tonnen verpflichtet. Maier: „Die MTU hat sich auf 5500 Tonnen festgelegt. Tatsächlich geschafft haben wir über 7000 Tonnen. Das sind fast 18 Prozent des Gesamtziels!“

Realisiert wurde die MTU-Einsparung auch durch technische Verbesserungen in Produktion und Gebäudetechnik, etwa durch die Nutzung von Brunnenwasser zur Kühlung der Produktion, durch neue Beleuchtungs- und Belüftungslösungen sowie eine optimierte zentrale Gebäudeleittechnik.

Der MTU-Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler hob in der Feierstunde hervor, wie wichtig der Schutz der Umwelt für die MTU sei: „Für uns ist das ein Wert, dem wir uns verpflichtet fühlen. In unserem Unternehmensleitbild haben wir klar formuliert: Die MTU nimmt ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft aktiv wahr.“ Das tue sie in doppeltem Sinn: „An unseren deutschen und weltweiten Standorten leiten uns die Vorsätze ressourcenschonend zu produzieren, Material- und Energieverbrauch zu senken und Emissionen zu reduzieren. Im globalen Maßstab sorgen wir mit unseren Technologien dafür, dass Brennstoffverbrauch, Lärm- und Schadstoffemissionen von Luftfahrtantrieben nachhaltig gesenkt werden.“

Winkler erläuterte, dass die MTU den größten und nachhaltigsten Beitrag zum Umweltschutz mit ihrer Beteiligung am Getriebefan-Triebwerk leiste: „Dieser Antrieb trägt den klangvollen Namen Pure-Power und ist derzeit das ökoeffizienteste Triebwerk auf dem Markt.“ Der Getriebefan realisiere eine Kraftstoff- und CO2-Senkung von 16 Prozent und verkleinere den Lärmteppich um 75 Prozent. An weiteren Optimierungen wird laut MTU-Chef Winkler bereits gearbeitet.

Josef Schmid, zweiter Bürgermeister der Landeshauptstadt München und Referent für Arbeit und Wirtschaft, erklärte abschließend: „Mit dieser Anlage setzt die MTU das Motto des Klimapakts ,Lokale Lösungen für globale Herausforderung’ vorbildlich um!“ dn 

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