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Der Turbinenhersteller MTU will Erdwärme nutzen. Eine der im Bohrgebiet liegenden Gemeinden ist Karlsfeld.

Geothermie zum Heizen, Kühlen und Stromerzeugung

MTU will Erdwärme nutzen: Bohrgebiet liegt im Gemeindebereich Karlsfeld

Die MTU Aero Engines AG will untersuchen lassen, ob sie Erdwärme zur geothermischen Wärmeversorgung ihrer Werke nutzen kann. Erster maßgeblicher Schritt: Probebohrungen.

Wie das Bauamt den Gemeinderäten im Bauausschuss am Mittwochabend mitteilte, hat der Triebwerkhersteller bei der Regierung von Oberbayern einen Antrag auf Erteilung einer sogenannten „bergrechtlichen Erlaubnis“ gestellt. Auf einer Fläche von 65,7 Quadratmetern soll nach ausreichend heißem Thermalwasser gesucht werden. Die Genehmigung der Bohrungen wäre auf fünf Jahre befristet.

Die Regierung von Oberbayern sowie Behörden wie das Bergamt, das Landesamt für Umwelt und das Landratsamt Dachau sollen zum Vorhaben Stellungnahmen abgeben. Den im Bohrgebiet liegenden Gemeinden wurde der Antrag zunächst zur Kenntnis übermittelt, so auch der Gemeinde Karlsfeld. Eine Beteiligung dieser Gemeinden folgt bei standortbezogenen Maßnahmen wie Seismikuntersuchungen oder Bohrungen im späteren Planverfahren.

Geothermie gehört zu den regenerativen Energien. Sie kann zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung genutzt werden.

Das Untersuchungsgebiet trägt den Namen „Karlsfeld Ost“ – Karlsfeld liegt mittendrin. Es erstreckt sich von der A 8 im Südwesten über Teile Münchens bis zur Ortsgrenze von Oberschleißheim im Nordosten. Im Norden Karlsfelds reicht es bis zur Stadtgrenze von Dachau und weiter östlich fast bis zum Haimhausener Ortsteil Ottershausen.

Geothermie war schon vor rund 15 Jahren ein Thema in Karlsfeld. Angesichts der Investitionen in Millionenhöhe, die für weitere Untersuchungen und später zur Nutzung nötig gewesen wären, nahm der Gemeinderat dann doch Abstand von dieser Energie-Alternative. Sollte die MTU tatsächlich irgendwann Erdwärme nutzbar machen, sollten Möglichkeiten zur Kooperation gesucht werden, da war man sich am Mittwoch im Bauausschuss einig. Bernd Wanka (CSU): „Das sollten wir uns warmhalten, im wahrsten Sinne des Wortes.“ tol

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