Neue Grundschule in Karlsfeld

Architekt stellt im Bauausschuss Fassaden- und Farbgestaltung für den Grundschulbau an der Krenmoosstraße vor

Architekt Peter Arenz vom Büro h4a aus München hat im Bauausschuss des Karlsfelder Gemeinderats Auskunft über den Stand der Planungen für den Neubau der sechszügigen Grundschule mit Dreifachturnhalle an der Krenmoosstraße gegeben.

Karlsfeld – Er ging insbesondere auf die Fassadenplanung und das Farbkonzept ein. „Die Erdarbeiten beginnen, und der Bauzaun wird aufgestellt“, so Arenz. Mit dem Rohbau soll es Ende Februar 2019 losgehen. Da werde es jetzt Zeit, sich Gedanken über die Fassaden- und Farbgestaltung zu machen, um diese noch heuer ausschreiben zu können. Derzeitiger Stand der Überlegungen zu dem in Pavillonstruktur gehaltenen Neubau sei, dass die Klinker- durch eine Holzlamellenfassade ersetzt wird. Die Struktur des ganzen Baukörpers sei vereinfacht worden. Verwenden wolle er nun Lärchenholz, Aluminium-Verblendungen sowie einen in warmen Frühlingsfarben gehaltenen textilen Sonnenschutz, der leicht transparent sei. Der Treppen- und Terrassen- sowie der Mehrzweckbereich der neuen Schule werden durch gelbe und orangene Farbgebung betont.

Der im Bauamt zuständige Mitarbeiter Alexander Reichl nahm Befürchtungen den Wind aus den Segeln, die neue Schule könnte zu trist werden. Im Übrigen sorgten andere Gebäude in der Nähe wie die Orangetöne der Mittelschule oder das Grün des Campusbereichs für Farbe.

Auch der Innenraum werde eher mit „warmem Material“ ausgeführt. So sollen die Decken Holzfaserplatten erhalten. Vorgesehen sei Weißtanne für die Innenfassade mit heller Lasur. Doch ein großer Teil der Innenwände solle weiß bleiben und so den Lehrern „pädagogische Freiflächen“ bieten.

Ob die Wände dann „Tesafilm-geeignet“ seien, wollte Peter Neumann (Bündnis für Karlsfeld) wissen. Das sei noch nicht ausdiskutiert, erwiderte Arenz. Zwar existierten entsprechende Anstriche, aber dann gebe es dafür keinen blauen Umweltengel. Reichl erklärte, es werde Leisten geben, an denen sich etwas aufhängen lasse.

Das neue Schulgebäude werde hell und freundlich gestaltet, betonte Reichl. Da freute sich SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Trinkl, dann könne er den Kindern aus seiner Nachbarschaft, die künftig in diese Schule gehen sollen, schon erzählen, was sie für eine tolle Schule bekommen werden.

Dagegen trieb Neumann etwas anderes um – der mögliche Vandalismus. „Haben wir in der Bauphase oder auch für später ein Konzept, wie wir dem begegnen können?“ Es sei nur ein Bauzaun, aber kein Sicherheitsdienst vorgesehen, so Arenz. Alle Handwerker müssten auf ihr Material selbst achten.

Ob der Sonnenschutz am Wochenende automatisch ausfahre, um ein Überhitzen der Räume am Montagmorgen zu vermeiden, wollte Neumann außerdem wissen. „Ein Regen- und Windwächter steuert das zentral“, beruhigte ihn Planer Arenz.

Die Option offen halten, auch später noch etwas zu ändern, wollte Teresa Trinkl (SPD). Die bestehe, erklärte Arenz. Generell betonte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU), dass das Planungsteam in ständigem Kontakt mit der Schule stehe.

Die Schule soll zum Schulstart 20/21 fertig sein. Der Bau kostet voraussichtlich 32,9 Millionen Euro.

rds

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