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Platz für 650 Schüler: So wird die neue Grundschule an der Krenmoosstraße einmal aussehen. Wenn alles klappt, ist sie im August 2019 bezugsfertig.

Neue Grundschule

33 428 072 Euro – mindestens

Am Montag sprach Bürgermeister Stefan Kolbe auf der Bürgerversammlung noch von „an die 30 Millionen“. Aber die neue Grundschule wird ein gutes Stück teurer: 33 428 072 Euro. Reaktion von SPD-Gemeinderätin Hiltraud Schmidt-Kroll: „Ich bin ein bisserl geschockt.“

Karlsfeld – Seit klar ist, dass die Gemeinde Karlsfeld an der Krenmoosstraße eine neue Grundschule bauen wird, kursieren allerlei Zahlen, was das Großprojekt denn so kosten werde. Gut 20 Millionen hieß es zunächst, später 28 Millionen. Doch erst seit Donnerstagabend liegt dem Gemeinderat eine fundierte Zahl vor. Architekt Peter Arenz sprach zwar von einer „Qualifizierten Schätzung“, aber es handelt sich eher um eine ziemlich präzise Ermittlung als um eine Schätzung, wie das auf den Euro bezifferte Ergebnis zeigt.

Die Kosten für die Bauwerke liegen laut Arenz bei 22,199 Millionen Euro. Der Rest der Kosten entfällt auf Positionen wie Ausstattung und Außenanlagengestaltung.

Im August soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Zwei Jahre später soll die sechszügige Schule mit Mensa und Dreifachturnhalle stehen.

Dass der Bau teurer wird, liegt nicht zuletzt an den immensen Kostensteigerungen in der Baubranche in den vergangenen Monaten. Über Einsparmöglichkeiten werden die Planer mit Bauamt und Bürgermeister diskutieren, hieß es: Wo kann etwas weggelassen werden, wo sind womöglich günstigere Materialien möglich?

Weniger hochwertig soll jedoch nicht gebaut werden, da war man sich im Gemeinderat einig. „Ich bin ein bisserl geschockt, ich kannte die Zahl vorher nicht“, sagte SPD-Fraktionschefin Hiltraud Schmidt-Kroll, als Arenz sein Ergebnis bekanntgab, „aber wir haben eine der modernsten Schulen in der Planung, die es in Bayern gibt“. CSU-Fraktionschef Bernd Wanka sagte: „Wir bauen nachhaltig für die nächsten 50 Jahre, nicht für die nächsten fünf.“

Er gehe jedoch davon aus, dass die Schule noch teurer komme, sagte Wanka. Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) stimmte zu: „Wir werden bei 35 Millionen landen, dem müssen wir ins Auge sehen.“

Die komplette Summe wird die Gemeinde nicht stemmen müssen, der Staat schießt zu. Wie viel das sein wird, ist im Moment nur schwer zu schätzen. Kämmerer Alfred Giesinger geht mal vorsichtig von 10 Millionen Euro aus.

Zur Finanzierung muss die Gemeinde an ihr „Tafelsilber“ ran, wie es Bürgermeister Stefan Kolbe am Donnerstag formulierte. Denn das Grundstück zwischen Schulparkplatz und Friedhof gehört der Gemeinde – man hätte es auch verkaufen oder anderweitig verwerten können. tol

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