Bundesweit auf Platz 5 liegt die Durchschnittsmiete in Dachau. Karlsfeld steht sogar auf Platz 1.
+
Bundesweit auf Platz 5 liegt die Durchschnittsmiete in Dachau. Karlsfeld steht sogar auf Platz 1.

Mietindex

Karlsfeld und Dachau teurer als München

Schon Anfang des Jahres kam die überraschende Nachricht: Bei Bestandsmieten ist es nirgendwo in Deutschland so teuer wie in Karlsfeld. Das hat sich jetzt bestätigt.

Dachau/Karlsfeld – Wenn es um das Mieten einer Wohnung geht, bleibt Karlsfeld Spitzenreiter in Deutschland. Mit einer Nettokaltmiete von 10,86 Euro pro Quadratmeter bleibt Karlsfeld die teuerste Kommune Deutschlands. Eine Wohnung zu mieten ist in Karlsfeld damit weiterhin teurer als in der Nachbarstadt München, wo für den Quadratmeter 9,74 Nettokaltmiete zu bezahlen ist (wir berichteten). In der Großen Kreisstadt Dachau sind es sogar 9,80 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Dachau auf Platz 5 bundesweit, München kommt auf Platz 6.

Gleich hinter Karlsfeld auf sind Stuttgart und Leienfelden-Echterdingen platziert. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsinstitut F+B, das jedes Jahr anhand von Auswertungen aller Mietspiegelübersichten in Deutschland einen Mietspiegelindex erstellt. Die aktuellen Zahlen gelten für das Jahr 2019.

„Hier zeigt sich, dass die alte Regel, wer günstiger wohnen möchte, muss ins Umland ziehen, nicht mehr durchgreifend gilt. Das seit Langem extrem hohe Preisniveau in den Kernstädten hat zu kontinuierlichen Ausweichbewegungen der Nachfrage nach Mietwohnungen in die Speckgürtel geführt. Die hohen Angebotsmieten der vergangenen Jahre spiegeln sich nun zeitversetzt auch bei den hohen ortsüblichen Vergleichsmieten wider“, erklärt Dr. Leutner, Geschäftsführer der F+B.

Der Bundesdurchschnitt der Nettokaltmiete liegt bei 7,04 Euro pro Quadratmeter. Der F+B-Mietspiegelindex ist die einzige Auswertung aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland, die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH aus Hamburg erstellt diesen seit 1996 regelmäßig. Diese Daten spiegeln das Niveau und die Entwicklung der Mieten im Bestand wider, also der Wohnkosten, die Mieter im Durchschnitt zahlen müssen. Analysiert werden die Nettokaltmieten von typischen Normalwohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage, in Gemeinden mit mindestens 20 000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln.

Für den F+B-Mietspiegelindex 2019 wurden die derzeit gezahlten Mieten für insgesamt 351 Städte und Gemeinden ausgewertet.

BERNHARD HIRSCH

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare