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Feurig und mitreißend: Im Bürgerhaus wur de Bizets Oper „Carmen“ aufgeführt.

Bürgerhaus Karlsfeld

„Carmen“ hat nichts von ihrer Kraft verloren

Georges Bizets Oper „Carmen“ war zur Zeit ihrer Entstehung eine Revolution. Und sie hat nichts von ihrer Kraft verloren, das wurde jetzt in Karlsfeld deutlich.

Karlsfeld – Mitreißend und leidenschaftlich: Das Freie Landestheater Bayern hat im Karlsfelder Bürgerhaus die beliebte Oper „Carmen“ von Georges Bizet aufgeführt. Die Zuschauer erlebten eine großartige Inszenierung mit stimmgewaltigen Solisten, dem Chor des Freien Landestheaters Bayern und dem Freien Landesorchester Bayern.

Liebe, Leidenschaft, Erotik. Das macht „Carmen“ so einzigartig! Die fesselnde Geschichte von der stolzen Zigeunerin Carmen und dem Soldaten Don José war zur Zeit ihrer Entstehung um 1875 eine Revolution und eroberte die Welt im Handumdrehen. Bis heute begeistert die Oper das Publikum mit ihren Melodien und Rhythmen.

„Wenn du mich nicht liebst, liebe ich dich; wenn ich dich liebe – nimm dich in Acht!“ Mit diesen Worten bringt Carmen ihr ganzes Wesen auf den Punkt und eröffnete damit das Spiel um Freiheit, Eifersucht und besessene Liebe.

Carmen, brillant verkörpert von Denise Felsecker, lebt und liebt in Freiheit. Kompromisslos tritt sie dafür ein und verdreht den Männern Sevillas reihenweise die Köpfe. Einer dieser Männer ist der Soldat Don José – beeindruckend gespielt von Markus Herzog – dem sein Verlangen nach der verführerischen Schönheit zum Verhängnis wird. Für sie opfert er seinen militärischen Rang, seine mögliche Verlobung mit dem frommen Waisenmädchen Micaëla (Christina Gerstberger) und schließlich sogar sein Ehrgefühl. Inzwischen steckbrieflich gesucht, folgt José der Schmugglerbande um Carmen in deren Versteck in den Bergen und beginnt dort eine unbeständige Affäre mit der schönen Zigeunerin. Während sich Carmen immer mehr dem charismatischen Stierkämpfer Escamillo (Philipp Scherer) zuwendet, will José nicht wahrhaben, dass ihre Liebe nie existiert haben soll. In leidenschaftlicher Verzweiflung sieht er keinen anderen Ausweg, als Carmen zur Rede zu stellen. Vor den Toren der Stierkampfarena treffen die beiden ein letztes Mal aufeinander. Und während die Zuschauer drinnen dem siegreichen Escamillo zujubeln, zerbricht José an seiner besinnungslosen Liebe zu Carmen und sticht sie nieder.

Bereits zum zweiten Mal stand der Klassiker auf dem Spielplan des Freien Landestheaters Bayern – diesmal in einer Neuinszenierung der Münchner Regisseurin Julia Dippel. Unter der musikalischen Leitung von Rudolf Maier-Kleeblatt erlebte das Publikum ein Ensemble herausragender Solisten. Maier-Kleeblatt führte das Freie Landesorchester Bayern durch die atmosphärisch und dramaturgisch hervorragend komponierte Musik von Georges Bizet – auf höchstem Niveau.  dn

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