Neue Grundschule

In Summe eine Million eingespart

Die neue Grundschule wird eine teure Angelegenheit für Karlsfeld. Nur gut, dass die Architekten noch einige Posten aufgetan haben, an denen gespart werden kann. In einem Bereich will der Gemeinderat aber auf keinen Fall den Rotstift ansetzen.

Karlsfeld – Ende April konnte Architekt Peter Arenz erstmals belastbare Zahlen für das Karlsfelder Herkulesprojekt der nächsten Jahre nennen – und sorgte im Gemeinderat für einen veritablen Schock: Die neue Grundschule an der Krenmoosstraße werde an die 33,5 Millionen Euro kosten. Die Gemeinderäte schluckten schwer und entließen den Planer mit dem Auftrag, doch bitte noch nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Im Bauausschuss des Gemeinderats legte Arenz am Mittwochabend einige Vorschläge vor, wie denn die enorme Investitionssumme zu drücken wäre, ohne große Einbußen an Qualität in Kauf nehmen zu müssen.

Eine halbe Million Euro gehen weg, weil die Grundschule nun eine Holz- und keine Klinkerfassade bekommen wird. „Klinkerfans“ (O-Ton CSU-Gemeinderat Johann Willibald) und Verfechter der Holzvariante hielten sich die Waage. Holz ist günstiger, Klinker hält länger. Es wurde ausgiebig diskutiert, ehe die Entscheidung pro Holzfassade fiel.

Noch einmal 500 000 Euro lassen sich in Summe bei kleineren Posten einsparen, etwa durch die Reduzierung von gefliesten Flächen und Flächen mit Bodenheizung sowie durch den Verzicht auf ein Glasdach im Foyer der Sporthalle.

Weitere Ausgaben im sechsstelligen Bereich fielen weg, wenn beim Bau der Schule auf die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle sowie auf eine Anlage zur Grundwassernutzung für die Toilettenspülung und die Freianlagenbewässerung verzichtet würde. Doch hier waren sich die Bauausschussmitglieder einig: Diese beiden Vorhaben bleiben unangetastet – ein Bekenntnis zur ökologischen Nachhaltigkeit. Bürgermeister Stefan Kolbe: „Das gehört zu einer modernen Schule dazu.“ tol

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