Hauptausschuss beschließt zehnprozentige Erhöhung

Preise für Karlsfelder Kultur-Abo werden steigen

Die Kultur-Abo-Preise in Karlsfeld decken nicht annähernd die Kosten. Der Hauptausschuss schlug jetzt eine Anhebung um zehn Prozent vor. Das verringert zumindest das Defizit für das Musiktheater-Abonnement. Entscheiden muss allerdings jetzt der Gemeinderat.

 Seit Ende 1980 gibt es das Karlsfelder Musiktheater-Abonnement für jeweils fünf Aufführungen im Bürgerhaus während des Winterhalbjahres. In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses ging es um eine Empfehlung an den Gemeinderat, um wieviel Prozent der Abo-Preis für die Spielzeit 2019/2020 steigen darf.

Derzeit beträgt er je nach Sitzreihe zwischen 72 und 111 Euro beziehungsweise ermäßigt für Kinder, Schüler, Studenten, Rentner oder Schwerbehinderte 68 bis 106 Euro. Doch das deckt bei weitem nicht die Kosten für die Veranstaltungen – die Gemeinde gleicht das Defizit aus. Die Höhe dieses Betrags variiert laut Geschäftsleiter Francesco Cataldo je nach Programm. Aktuell müsse die Gemeinde 6400 Euro drauflegen. Würde der Abonnementpreis um zehn Prozent steigen, ließe sich dieser Zuschuss auf 1500 Euro begrenzen. Bei 20 Prozent höheren Preisen käme am Ende sogar ein Überschuss heraus. Die Ausgaben für die fünf Aufführungen 2019 bezifferte Cataldo auf 55 200 Euro und für 2020 auf 60 000 Euro.

Für zehn Prozent höhere Abopreise sprach sich Kulturreferentin Ingrid Brünich (CSU) aus. Ihr widersprach Fraktionskollege Johann Willibald, der 15 Prozent mehr vorschlug. Stefan Theil (CSU) schloss sich Willibald an und fragte nach einer Statistik, wie viele ermäßigte Abos es gebe und wie viele Vollzahler. Doch da musste Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) passen.

Für zehn Prozent höhere Abogebühren sprach sich Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) aus. Das entspreche der Inflation innerhalb von zwei Jahren: „Damit könnte ich leben.“ Cataldo wies darauf hin, dass es sich bei dieser Erhöhung nur um den Ausgleich für die reine Kostensteigerung handele. Da hakte Heim ein: „Es wäre gut, wenn zukünftig auch die Kosten für den Hausmeister, den Strom und so weiter mit eingerechnet würden.“

Heims Fraktionskollegin Birgit Piouré hielt 15 Prozent höhere Preise für gerechtfertigt. Um Klarheit, was das fürs einzelne Abo bedeutet, bemühte sich Bürgermeister Kolbe: Bei zehn Prozent Erhöhung kosten die fünf Aufführungen pro Jahr im Höchstfall 122 Euro, bei 15 Prozent 128 Euro.

Für die Zehnprozentvariante sprach sich Venera Sansone (SPD) aus. Allerdings sollten die Gebühren dann in zwei Jahren erneut angepasst werden. Ganz anders sah das Finanzreferent Holger Linde (CSU). Er erinnerte an die erhöhten Ausgaben der jüngeren Vergangenheit für die Gemeinde und forderte daher sogar 20 Prozent mehr. Denn nur das würde die höheren Personal- und Nebenkosten sowie die Kosten im Bürgerhaus auffangen. Es gehe schließlich nicht an, bei den Einnahmen der Gemeinde ständig herunter- und bei den Ausgaben heraufzurechnen. Dagegen verlangte Anton Flügel (FW) zehn Prozent Erhöhung und das alle zwei Jahre.

Am Ende ließ Bürgermeister Kolbe abstimmen: Holger Lindes 20 Prozent fielen mit 1:12 Stimmen durch. Ein knappes Nein mit 6:7 Stimmen gab es für die 15 Prozent. So blieb nur die Zehnprozentlösung, die mit 12:1 Stimmen (gegen Linde) angenommen wurde. Das letzte Wort hat nun der Gemeinderat am kommenden Donnerstag. R.-Dietmar Sponder

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