11 Personen in zwei Reihen
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Der neue Vorstand, vordere Reihe, v.l.: Reihe Eleonore Haberstumpf, Ilsa Oberbauer, Rosi Rubröder, Marianne Ritthaler; hintern, v.l.: Bürgermeister Stefan Kolbe, Christine Kofler, Josef Pscherer, Horst Pajung, Horst Bambach und Hans Wülfert. Nicht auf dem Foto sind Heidemarie Hofer und Jürgen Kroll.

Wahlversammlung in Karlsfeld

Pscherer leitet Museumsverein Karlsfeld weiter

Der Museumsverein Karlsfeld setzt in seinem Jubiläumsjahr auf den bewährten Vorstand. Wegen Corona gab es deutlich weniger Besucher.

Karlsfeld – Der neue Vorstand ist der alte: Bei der Jahresversammlung des Karlsfelder Heimatmuseumsvereins mit Neuwahlen im Jubiläumsjahr gab es an der Spitze keine Veränderung. Vorsitzender bleibt Josef Pscherer.

Überrascht und erfreut war Pscherer, dass trotz Corona-Krise so viele Mitglieder zur Versammlung gekommen waren. Im Bürgertreff statt wie sonst in der Zirbelstube ging es prima mit viel frischer Luft und Platz.

Für Bürgermeister Stefan Kolbe war es die erste Hauptversammlung überhaupt seit März. „Corona hat extremen Einfluss auf das Vereinsleben. Die Kommunikation ist stark eingeschränkt.“ Der Verein Heimatmuseum „lebt von vielen Helfern und Ideengebern. Das ist eine tolle Geschichte.“

In seinem Bericht des Vorstandes betonte Josef Pscherer: „Es gibt keine Vorstandschaft, sondern ein Team.“ Das Heimatmuseum sei angewiesen auf die Mitarbeit der Bevölkerung: „Damit nicht verloren geht, was für unsere Geschichte wichtig ist.“ 99 P rozent aller Exponate sind gespendet.

Horst Rubröder, auch verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, erinnerte an die Gründung des Vereins 1995: „Ein Heimatmuseum zu schaffen, war das oberste Ziel.“ Es gab schon Exponate, aber keine Räume. Sie wurden behelfsmäßig etwa im Feuerwehrhaus eingelagert oder privat „im Hinterhaus“. Ein erstes Domizil wurde 2003 eröffnet: Gustav „Gustl“ Freis vermietete dem Verein sein altes Bauernhaus an der Münchner Straße. Die Eröffnung war ein „großes gesellschaftliches Ereignis“, so Rubröder. Seine Fotoschau belegte, wie mit viel Publikum, Prominenz, Blasmusik und Volkstanz gefeiert wurde. 2008 kam das alte Rathaus „als Objekt unserer Begierde in den Focus“, so Rubröder. Erst im Jahr 2011 konnten sie dort einziehen (gesonderter Bericht über die Ehrung der Gründungsmitglieder folgt).

In ihrem Bericht lässt Kuratorin Ilsa Oberbauer noch einmal die Höhepunkte des Jahres 2019 Revue passieren: Zuerst die Ausstellung „Alles wächst“ über den Bauboom der 50er Jahre, dann im Mai die „Erfolgsgeschichten“ mit den Jubiläen von Gemeinde, Vereinen und Persönlichkeiten sowie der Umzug auf dem Siedlerfest mit den Kostümen und Mopeds der 50er Jahre. Im Herbst war die Übergabe des Ehrenrings der verstorbenen früheren Vorsitzenden Hiltraud Schmidt-Kroll durch ihren Ehemann Jürgen Kroll ein bewegendes Erlebnis.

Insgesamt 1100 Besucher hatte das Heimatmuseum im vergangenen Jahr, darunter viele Schulkinder. „Die werden uns heuer fehlen“, sagte Oberbauer. „Jetzt hoffen wir auf die Weihnachtsausstellung.“

Ilsa Oberbauer erhielt 2019 das „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten“ durch Landrat Stefan Löwl. Dies sei, wie Pscherer sagte, einen Beifall wert. Und der kam dann auch kräftig. Er nannte die Kuratorin „das Herz unseres Vereins“.

Bei den Neuwahlen wurden Vorsitzender Josef Pscherer, seine Stellvertreterin Eleonore Haberstumpf, Schriftführerin Rosi Rubröder und Schatzmeisterin Christine Kofler bestätigt. Die fünf Beisitzer sind Horst Bambach, Heidemarie Hofer, Jürgen Kroll, Horst Pajung, Marianne Ritthaler. Kassenrevisoren sind Helmut Fink und Hans Wülfert. Ilsa Oberbauer wurde wieder als Kuratorin bestellt, Horst Rubröder als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit.

Elfriede Peil

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