Mit gutem Beispiel voran gehen will Eintracht-Kapitän Robert Körner im Heimspiel gegen den SC Olching. Foto: dan

Reiner Zotts Ex-Verein als Rettungsanker?

Karlsfeld - Die vielleicht letzte Chance, vor Beginn der Winterpause doch noch einmal näher an den Rest des Feldes in der Bezirksoberliga heranzurücken, bietet sich dem TSV Karlsfeld am Samstag.

Um 14.30 Uhr bestreitet der Tabellenletzte das Nachholspiel gegen den Tabellensiebten SC Olching.

Dass seine Mannschaft es heute ausgerechnet mit jenem Verein zu tun bekommt, bei dem er vor seiner dreijährigen Arbeitspause als Übungsleiter noch als Chefcoach tätig war, interessiert den Karlsfelder Trainer Reiner Zott nur am Rande: „Brisant ist die Partie für mich nur wegen der Bedeutung in Sachen Abstiegskampf. Das Kapitel Olching habe ich schon vor Jahren abgehakt und geschlossen; außerdem spielt beim SCO mit Martin Lankes eh nur noch ein Spieler, der schon in der Zeit, als ich dort tätig war, im Kader stand.“

Um sein in den zurückliegenden Monaten vor allem in den Heimspielen arg gebeuteltes Team aus dem Stimmungstief zu führen, setzt Zott auf „intensive Gespräche und harte Trainingsarbeit.“

Als Beispiel für die kollektiv angeknackste Psyche seiner Mannen führt der Karlsfelder Trainer die schwankenden Leistungen seiner beiden Spielmacher an. „Sowohl Michele Lombardi als auch Robert Körner bringen zur Zeit maximal 50 Prozent ihres wahren Leistungsvermögens. Sie sind so stark mit ihrer eigenen Person beschäftigt, dass sie kaum aufnahmefähig wirken für Tipps von außen.“ So müsse er sich darauf beschränken, beide Spieler im Training genauestens zu beobachten und wohl dosiert mit Anerkennung bzw. Tadel zu bedenken. Es bringe nichts, künstliche Lobhudeleien anzustimmen, denn das würden die Sorgenkinder sofort bemerken. „Denn dann würden sie am Ende noch mehr verkrampfen, was sicherlich kontraproduktiv wäre.“

Noch nicht fest steht, in welcher Besetzung die Karlsfelder gegen Olching antreten werden. Salvatore Mereu laboriert noch an den Folgen einer Bauchmuskelzerrung, in seinem Fall ist Zott aber zuversichtlich, dass er am Samstag auflaufen kann. Schlechter sieht es bei Christoph Biberger aus. Zott: „Er hat wieder Kreuzschmerzen, da muss man erst mal abwarten, wie sich das entwickelt.“ Auch der Einsatz von Domenico Tanzillo ist gefährdet, er musste wegen eines lädierten Sprunggelenks ja schon kurzfristig vor dem ASV-Derby aus der Startelf genommen werden. (ge)

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