2 Männer, dazwischen eine Frau
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Das dreiköpfige Präsidium: Vereinschef Rüdiger Meyer (links) mit Birgit Piroué und Fabian Koppisch. Vermutlich bekommt das Trio bald Verstärkung.

Karlsfelds TSV-Vizepräsidentin Birgit Piroué bleibt in Vereinsführung – Präsidium soll größer werden

Rückzug vom Rückzug

Karlsfeld – Im Mai 2020 sah Birgit Piroué nach dem ersten Lockdown einen ganzen Berg von Aufgaben auf sich zukommen. Gemeinderätin, Sportreferentin, Vizepräsidentin im TSV und das alles unter den erschwerten Pandemie-Bedingungen – wie sie das schaffen sollte? Sie entschied sich, nicht mehr als Vizepräsidentin zu kandidieren (wir berichteten). Doch Birgit Piroué hat es sich anders überlegt:

„Ich werde doch wieder kandidieren, will die Ärmel hochkrempeln und mit anpacken helfen.“

VON ELFRIEDE PEIL

Im Oktober sollte beim TSV Eintracht Karlsfeld turnusmäßige Mitgliederversammlung mit Neuwahlen stattfinden. Im August schwante ihr schon, dass der Verzicht auf eine Kandidatur „eigentlich ein Schmarrn“ sei. Im September, als es noch eine „physische“ Abteilungsversammlung gab, sagte TSV-Präsident Rüdiger Meyer zu ihr: „Überleg‘ Dir das noch mal.“ Das tat Birgit Piroué.

Die sechs Jahre Erfahrung im Amt will sie weiterhin nutzen, um gerade in dieser schwierigen Zeit den Sport in der Gemeinde und im Verein zu stützen, Hygienekonzepte weiterzuentwickeln, neue Mitglieder zu werben. Zumal sich ihre zeitliche Situation seit dem 1. November verändert hat: „Ich bin Teilzeitrentnerin“, so die 63-Jährige.

„Über ihren Entschluss freue ich mich sehr“, sagt Rüdiger Meyer. „Wir arbeiten bereits über sechs Jahre zusammen, immer freundschaftlich und vor allem erfolgreich.“

Die Vereinsführung hatte inzwischen schon zwei Kandidatinnen gefunden, die als Nachfolgerinnen in Frage gekommen wären. „Wir möchten, wenn die Mitglieder es mittragen, mit diesen Damen das Präsidium vergrößern“, sagt Meyer. Bisher sind in diesem Gremium er als Präsident, Fabian Koppisch als Vizepräsident und eben Birgit Piroué als Vizepräsidentin. Brigitte Elias-Bertram und Brigitte van Dyck könnten als weitere Vizepräsidentinnen dazukommen. Meyer: „Ich bin überzeugt, dass unser Verein bei der großen Zahl von Mitgliedern ein solches Präsidium durchaus benötigt und uns sehr guttun wird.“ Zumal die Flut von Verwaltungsvorschriften und Regelungen das Arbeitsaufkommen seit einigen Jahren enorm gesteigert habe.

Der Präsident sieht optimistisch in die Zukunft: „Am Schluss wendet sich alles zum Guten.“ Spätestens im Oktober, wenn die vertagte Jahreshauptversammlung von 2020 mit der regulären 2021 zusammengelegt wird und ein neues Powerteam gewählt werden kann.

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