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Neubau an der Krenmoosstraße: Bis Mitte 2021 soll die Grundschule fertig sein.

Schulbau wird noch teurer: 39,5 Millionen Euro - Karlsfeld muss Kreditaufnahme erhöhen

  • vonThomas Leichsenring
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Die neue Grundschule an der Krenmoosstraße wird noch ein gutes Stück teurer. In der Gemeindeverwaltung geht man aktuell von Gesamtkosten in Höhe von 39,5 Millionen Euro aus. Hauptgrund: steigende Preise in der Bauwirtschaft

Karlsfeld –  „Die Baukosten werden immer höher, die Materialien immer teurer“, sagte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) gestern in einem Gespräch mit der Heimatzeitung. Bei einigen Gewerken sei die Preissteigerung sogar „exorbitant“.

2015 begannen die ersten Planungen für den Neubau an der Krenmoosstraße. Einher gingen erste Kostenschätzungen. Vielleicht sogar unter 20 Millionen Euro würde die Schule kosten, hieß es damals. Doch Kolbe sprach schon damals vom „Fluch der ersten Zahl“. Bedeutet: Es ist eine erste Schätzung weitgehend ohne wirklich belastbares Datenmaterial. Es ist nicht ratsam, mit dieser Zahl zu offensiv umzugehen, wenn man später nicht auf diese Aussagen festgenagelt werden will.

Planer, Gemeinde und Gemeinderäte haben die Preisentwicklung in der Baubranche in den vergangenen Jahren genau verfolgt. Dass die Schule letztlich nochmal um einen Millionenbetrag teurer werden würde, überraschte deshalb niemanden wirklich, wie Kolbe mitteilt.

Wie viel Geld man für die Dienste eines Gewerkes ausgeben muss, steht immer erst fest, wenn die Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Europaweite Ausschreibungen sind Vorschrift. Und ohne Ausschreibung gibt es keine Fördermittel.

Die staatlichen Förderungen bleiben jedoch von der Kostensteigerung unberührt. Das heißt, dass die Gemeinde mit Zuschüssen in Höhe von etwa 15,3 Millionen Euro rechnen kann – so wie vor einem Jahr. Mitte 2019 ging man davon aus, dass die Schule für 34 Millionen Euro gebaut werden kann.

Die neuerliche Kostensteigerung von rund 5,5 Millionen Euro trifft die Gemeinde Karlsfeld hart. Die finanzielle Situation war schon angespannt, ehe die Corona-Krise weitere Löcher in die Gemeindekasse riss. Karlsfeld muss also weitere Kredite aufnehmen, um die Schule finanzieren zu können.

Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten: Trotz Corona liegen die Arbeiten im Zeitplan. Der Bau dürfte wie geplant im Mai 2021 fertig sein. Zum Schuljahresbeginn 21/22 kann er bezogen werden. „Wir haben immer Handwerker bekommen – und gute Handwerker, das ist auch wichtig“, sagte Kolbe gestern.

Bleibt es jetzt wenigstens bei den 39,5 Millionen? Kolbe ist zuversichtlich. Es stehen keine Ausschreibungen mehr aus, die Datenlage ist solide. Kolbe: „Wir hoffen stark, dass am Ende kein Vierer vorne dran steht.“

 

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