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Auflösung vermieden: Bürgermeister Stefan Kolbe (hinten, links) mit Christian Oppermann (rechts) und dem neuen Vorstand (vorne, v.l.) Christa Steiner, Herbert Boblest, Eveline Gallmann und Johann Moser. 

Siedlergemeinschaft Karlsfeld-Süd

Bürgermeister Kolbe auf Rettungsmission

Stefan Kolbe war gekommen, um bei der Jahresversammlung die Wahlleitung zu übernehmen. Doch dann wurde er unvermittelt zum Retter der Siedlergemeinschaft Karlsfeld-Süd.

Karlsfeld – Die Siedlergemeinschaft Karlsfeld-Süd hielt am Freitagabend in der Gaststätte Paulaner Seegarten ihre Jahresversammlung. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Neuwahlen.

Die Versammlung wurde eröffnet wie so viele: Die Ehrengäste wurden begrüßt, neben Bürgermeister Stefan Kolbe waren das Richard Wanka, Hans Hirth und Wolfgang Riedmann vom Bezirk München. Kolbe und Wanka bedankten sich bei den Mitgliedern, die sich ehrenamtlich engagieren.

Nach den Jahresberichten sollte gewählt werden. Karlheinz Steiner teilte der Versammlung seine Gründe mit, warum er nicht mehr für den Vorsitz zur Verfügung stehe. Er brachte sein Unverständnis zum Ausdruck, dass niemand aus dem aktiven Kreis bereit gewesen war, den Vorsitz zu übernehmen. Die 1953 gegründete Siedlergemeinschaft mit 197 Mitgliedern stand deshalb vor der Auflösung. Steiner sicherte seine Unterstützung zu, einem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Stefan Kolbe wurde als Wahlleiter bestellt. Es meldete sich aber niemand, der bereit war, für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren.

Man beschloss, eine Pause einzulegen. In dieser Pause kam schließlich die Wende. Stefan Kolbe konnte seinen Schulkameraden Christian Oppermann dafür gewinnen, sich zur Verfügung zu stellen. Es folgte tosender Applaus für Christian Oppermann. Die anschließende Wahl ging zügig vonstatten. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt: Christa Steiner (Kassiererin), Herbert Boblest (Schriftführer), Eveline Gallmann (stellvertretende Vorsitzende), Johann Moser (3. Vorsitzender).

Die Anspannung war gewichen, man merkte die Erleichterung in den Reihen. Auch Karlheinz Steiner, der zwölf Jahre unermüdlich Vorstandsarbeit geleistet hat, freute sich, dass die Siedlergemeinschaft Karlsfeld-Süd weiter existiert und ein Stück Karlsfelder Tradition erhalten bleibt.

Ein persönliches Anliegen war es dem scheidenden Vorsitzenden, sich bei Johann Moser für dessen ehrenamtliches Engagement in den vergangenen 20 Jahren im Vorstand zu bedanken. Steiner überreichte Moser einen Präsentkorb.  dn

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