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Die waren sooo groß meint Jan (4), passend in einen Dinosaurier-Kapuzenpulli gehüllt.

Traumberuf Dinosaurierforscher

Sommerferienprogramm in der Gemeindebücherei Karlsfeld: Alles dreht sich um Triceratops, Megalosaurus und Co.

Zurück in die Urzeit hieß es für die Ferienkinder in der Gemeindebücherei Karlsfeld. Dort drehte sich einen Tag lang alles um die Giganten der Vergangenheit: Dinosaurier.

Karlsfeld „Haben die Dinosaurier in Karlsfeld gelebt?“ Auf diese Scherzfrage von Angelo Vulpio können seine kleinen Zuhörerinnen und Zuhörer nur herzhaft kreischen: „Nee, natürlich nicht!“ Es ist Sommerferienprogramm in der Gemeindebücherei, und es geht „Zurück in die Urzeit“ und den „Dinosauriern auf der Spur“. Mitarbeiter Angelo Vulpio macht das einfühlsam und liebevoll und wollte als allererstes zu dieser frühen Stunde um zehn Uhr in den Ferien wissen: „Seid Ihr auch alle wach?“ „Nein“, sagt Noel, neun Jahre: „Bei uns vorm Haus hat einer Rasen gemäht. Ich hab‘ abends vergessen, das Fenster zu zu machen.“ Na so was aber auch.

Trotzdem ist er halbwegs wach und wird es ganz, als die Frage kommt, warum er denn hier sei: „Weil mich das total interessiert, und weil ich Dinosaurierforscher werden will.“ Der künftige Forscher weiß schon jetzt eine ganze Menge. Dass diese Tiere vor 200 Millionen Jahren in der Kreidezeit gelebt haben. Und dass sie „sooo groß waren“, weiß wiederum der kleine Jan. Zur ungefähren Veranschaulichung hüpft er kräftig in die Höhe und reckt noch beide Arme hoch. Zwar ist er erst vier Jahre alt und das Thema ist gedacht für Kinder ab sechs. Aber die von der Bücherei sehen das ganz locker. Zumal die Mama im Hintergrund Zeitung liest und ihn notfalls in die Arme nehmen kann. Auch die anderen Kinder wissen so manches. Und kennen den einen oder anderen Dino „persönlich“, etwa einen „Triceratops“ oder einen „Megalosaurus.“ Auch von dem schrecklichen Ende dieser Spezies haben sie gehört: „Die haben sich gegenseitig getötet.“

Nach der Einstimmung mit Bilderbuch geht es nach nebenan. Praktischerweise ist der Bürgertreff durch eine Tür von der Bücherei zu erreichen, und dort gibt es Saft und einen Tisch mit Folie. Und Knetmasse in den schönsten Farben. Jetzt wird der Wunschdinosaurier geformt oder auch nicht. Der eine hat ziemlich dünne Beine und kann nicht stehen. Dafür ist der von der fünfjährigen Emilia mit knallgrünen Zacken versehen. „Das ist mein Beschützersaurier.“ Egal, alle kommen auf ein Backblech und in den Ofen in der Küche. Das staunen sie: „Ihr habt eine Küche?“ Ist ja auch mal was Neues, eine Bücherei mit einem Backofen. Aber das ist er ja gewissermaßen nur leihweise, in der Küche vom Bürgertreff. „Jetzt werden unsere Dinos gebraten“, stellt Emilia kühl fest. Fast zum Schluss liest Angelo Vulpio noch eine unheimliche Geschichte vor: „Nachts im Museum.“ Und ganz zum Schluss bekommen alle nach einem erfolgreichen bestandenen Quiz eine Urkunde. Damit haben sich alle, aber auch wirklich alle, als zukünftige Dinosaurier-Forscher qualifiziert.

Elfriede Peil

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