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Blümchen für den Bürgermeisterkandidaten: Bernhard Goodwin (rechts) wurde offiziell nominiert. Neben ihm SPD-Ortschef Thomas Kirmse.

SPD-Bürgermeisterkandidat

Rückenwind für Goodwin

Ein Münchner soll für die SPD den Karlsfelder Bürgermeistersessel zurückerobern: Bei seiner Nominierung setzt Bernhard Goodwin auf Optimismus.

Karlsfeld – Sie wollen ihn: Dr. Bernhard Goodwin ist Bürgermeisterkandidat der Karlsfelder SPD. Mit 95 Prozent der Stimmen, bei einer Enthaltung und ohne Gegenstimme, wählten die Mitglieder am Donnerstagabend im Bürgerhaus ihren Wunschkandidaten.

Vor einigen Wochen schon hatte der Vorstand den Kommunikationswissenschaftleraus München nominiert (wir berichteten). Damals kam die eine oder andere „Irritation“ auf, so Franz Trinkl: „Wieso habt‘s Ihr keinen aus Karlsfeld“? Über die renommierte „Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik“ habe man jemanden gefunden, mit dem „der Bevölkerung eine Alternative“ geboten werden könne. „Es war Liebe auf den ersten Blick,“ sagte Franz Trinkl.

Es könnte auch eine Liebe auf den zweiten, dritten Blick werden. Und zwar gegenseitig. Bernhard Goodwin kam mit seiner Vorstellungsrede bestens an, er verbreitete gute Laune durch seinen Humor und Optimismus durch seine Zielstrebigkeit. „Authentisch“, „super“, „leidenschaftlich“, „er kann verwalten und gestalten“, so die Kommentare.

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, die Grundwerte der Sozialdemokratie, seien das Raster, nach dem er Kommunalpolitik gestalten möchte, so Goodwin. Die Aufgabe, der er sich jetzt stellt, verglich er mit dem Anstieg auf einen Berg. Am eigenen Leib hat er erfahren, beim Besteigen des Kilimanjaro, was es heißt, trotz aller Widrigkeiten den Gipfel zu erreichen: „Das Ziel vor Augen behalten, Zusammenhalt der Gruppe, eine standhafte Haltung.“ Für diesen „Bergauf-Wahlkampf“ bedeutet das für ihn: „Ich brauche Euch.“

Gemeinsam mit den Karlsfeldern wolle er Visionen und Pläne entwickeln, aber auch selbstbewusst seine Ziele einbringen, so der 40 Jahre alte Bürgermeisterkandidat. Die Grundstücks- und Wohnungsbaupolitik in Karlsfeld ist ein wichtiges Thema für ihn. Er wende sich entschieden gegen den „zunehmenden Verkauf des Eigentums unserer Gemeinde“. Die Verkehrsplanung sei ihm ebenfalls ein großes Anliegen. Der öffentliche Nahverkehr stehe beim „Verkehrsmix“ ganz oben. „Für mich ist das Auto nicht die Zukunft.“ Er selbst hat keins: „Dafür habe ich aber zwei Fahrräder.“

Das eine ist in München stationiert, das zweite hat er sich extra in Karlsfeld für Karlsfeld gekauft. Es steht im Radlständer am S-Bahnhof.

Die Karlsfelder Genossen sehen sich selbst schon im Rad-Wahlkampf-Fieber. Ihnen ist klar, „dass Du uns einiges abverlangen wirst.“ Aber sie wollen es ja nicht anders.  dn

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