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Unter diesen losen Brettern entdeckten Mitarbeiter eines Abbruchunternehmens am Dienstag eine große Menge Drogen.

Paket mit Kokain, Amphetaminen und Haschisch

Spektakulärer Drogenfund in Karlsfeld: 100 Kilo Drogen unterm Garagenboden

Sie wollten nur Brotzeit machen – und haben dabei ein Drogenversteck auffliegen lassen. Und was für eines! Arbeiter einer Abrissfirma haben am Dienstag in Karlsfeld ein zirka 100 Kilogramm schweres Paket mit Kokain, Amphetaminen und Haschisch gefunden. Der Wert dürfte bei dieser Menge in die Millionen gehen.

„Das war alles Hollywood-reif“, sagt der Chef der Firma, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Er weiß, dass die Besitzer der Drogen nicht froh darüber sein dürften, was da am vergangenen Dienstag in der beschaulichen Wohnsiedlung in Karlsfeld passiert ist.

Das Einfamilienhaus, das die Firma seit dieser Woche abreißen sollte, stand länger leer. Der Garten ist entsprechend zugewuchert. Die Anwesen sieht unbewohnt aus. „Unsere Arbeiten haben am Dienstag begonnen“, sagt der Firmenchef. Als erstes mit der groben Entkernung des Haus-Inneren. Wegen der staubigen Luft wollten die Arbeiter ihre Pause lieber in der leeren Doppelgarage verbringen. Dabei passiert es: Einer von ihnen tritt auf ein lockeres Holzbrett am Boden und fällt beinahe in die darunterliegende Grube! Es zeigt sich: Die Bodenvertiefung ist voller Drogen!

Die Mitarbeiter informierten sofort die Polizei und ihren Chef. „Ich bin mit den Beamten zeitgleich eingetroffen.“ Die hätten gleich damit begonnen, die Spuren zu sichern und die Drogenpakete an sich zu nehmen. „Das war genauso wie man es sich vorstellt“, sagt der Abriss-Boss mit Blick auf Fernseh-Krimis wie den „Tatort“. Die Substanzen waren eingewickelt und mit Klebeband fixiert. Rund zehn Beamte wuselten am Fundort herum.

Nach langem Leerstand soll dieses Haus in Karlsfeld abgerissen werden.

Währenddessen sollen Männer auf der anderen Straßenseite die Szenerie beobachtet haben. Ein Umstand, der dem Firmenboss Unbehagen bereitet. Es sei normal, Dinge bei den Arbeiten zu finden. Aber nicht solche Pakete mit einem derartigen Wert für die Besitzer. „Mein Auftraggeber ist natürlich auch schockiert.“ Er sei aus allen Wolken gefallen, weil das leer stehende Anwesen wohl als Drogendepot verwendet worden ist.

Die Münchner Polizei hat den Fall gegenüber der Heimatzeitung bestätigt. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. nah

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