Hauptausschuss Karlsfeld 

Es fehlen noch Hortplätze

Um zwei Anfragen aus Bürgerversammlungen ging es im Hauptausschuss Karlsfeld. Beim Thema fehlender Hortplätze zeigte sich Bürgermeister Stefan Kolbe aber zuversichtlich. 

Karlsfeld – Bei der vergangenen Bürgerversammlung in Karlsfeld hat sich fast alles um drei Themen gedreht: um Kinderbetreuung, den Karlsfelder See und die Buslinie 160. Nicht alle Fragen konnten damals abschließend beantwortet werden. Das wurde nun in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses nachgeholt.

Gleich zwei Anfragen beschäftigten sich im weiteren Sinne mit Kindertagesstätten. So stehen einige Eltern zum kommenden Schuljahr noch ohne Hortplatz für ihre Kinder da. Bürgermeister Stefan Kolbe erklärte, dass es zum Schulbeginn erfahrungsgemäß immer wieder freie Plätze gibt, da manche Viertklässler doch keine Hortbetreuung mehr wollen. Ansonsten bemühe sich die Gemeinde zwar um weitere Plätze, aber eine Zusicherung könne er nicht geben.

Zudem beklagten einige Eltern, dass die Verkehrssituation auf dem Weg zur Kindertagesstätte „Schatzinsel“ zu gefährlich für die Kinder sei. Nach einer Ortsbesichtigung zusammen mit der Polizei und Mitgliedern des Elternbeirats wurden mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit beschlossen.

Eine neue Beschilderung im Bereich um die Kita soll einerseits auf die Kinder hinweisen, andererseits das Parken nur für Autos erlauben. Denn die parkenden Lastwagen hätten viele der Schilder zur Geschwindigkeitsbeschränkung verdeckt, so dass die Fahrzeuge oft mit 50 statt der erlaubten 30 Stundenkilometer fuhren.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Buslinie 160, beziehungsweise deren Haltestelle in der Gartenstraße. Mehrere Anwohner hatten moniert, dass sich viele der Busfahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halten würden. Kolbe erklärte dazu, dass es in diesem Bereich bereits zwei Messstellen gebe, die regelmäßig in beide Richtungen blitzen.

Eine barrierefreie Gestaltung der Haltestellen in der Gartenstraße, wie von einer Anwohnerin gewünscht, sei natürlich wünschenswert, so Kolbe. Die Haltestelle liegt aber so nahe am Kreisverkehr, dass die großen Gelenkbusse diesen noch blockieren würden. Trotzdem habe man eine entsprechende Anfrage an die MVG weitergeleitet, berichtete der Bürgermeister.

Auf der Bürgerversammlung wurde außerdem die Lage der Badeinsel im Karlsfelder See diskutiert. Deren aktuelle Position ist zwar mit der Wasserwacht abgestimmt, aber auch die denkt über eine Verlegung nach. Dafür gibt es zwei Gründe: Einerseits liegt die Insel näher an der Triathlon-Schwimmstrecke als gedacht. Andererseits würde die Wasserwacht die Plattform auch an den Wochentagen mit einer Wachmannschaft besetzen. Da an diesen Tagen aber nicht immer ein Bootsführer verfügbar ist, sollte die Lage der Insel so verändert werden, dass sie mit Rettungsbrettern schneller zu erreichen ist. Eine Entscheidung zu dem Thema steht noch aus. Thomas Benedikt

Rubriklistenbild: © dpa / Georg Wendt

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