Trauer um einen liebenswerten Musiker

Karlsfeld - Plötzlich und vollkommen unerwartet ist am Wochenende der Karlsfelder Organist und Chorleiter Dr. Klaus Haller verstorben. Der 71-Jährige war besonders in der Pfarrei St. Josef sehr bekannt und überall in der Gemeinde beliebt.

„Wenn man ihn gebraucht hat, konnte man auf ihn zählen“, erinnert sich Hannelore Elias, die Leiterin des Treffpunkt 60. Noch am vergangenen Dienstag hatte Dr. Klaus Haller die Mitglieder des Treffpunkts durch die Münchner Staatsbibliothek geführt. Dort hatte er viele Jahre lang die Musikbibliothek geleitet. Nicht nur für Hannelore Elias war es ein wunderschöner Ausflug, der ihr noch lange in Erinnerung bleiben wird. „Wir sind danach noch in eine Weinstube eingekehrt und saßen lange in geselliger Runde zusammen.“ Klaus Haller liebte die Geselligkeit. Er war ein stets freundlicher Mann, der niemandem einen Wunsch abschlagen konnte, beschreibt Elias ihn. Weil das Interesse an seinen Führungen so groß war, hatte er dem Treffpunkt noch am Dienstag zwei neue Termine angeboten. Hannelore Elias ist sicher: Auch sie wären wieder ausgebucht gewesen.

Auch im musikalischen Bereich hinterlässt Klaus Haller eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird. Der 71-Jährige hat selbst komponiert und geschreiben. Er hat Musikgruppen wie den Karlsfelder Dreigesang ins Leben gerufen.

Auch in Altomünster ist der Philologe Haller kein Unbekannter. Vor einigen Jahren hat er dort das barocke Mysterienspiel mit örtlichen Gruppen aus der Vergessenheit befreit und neu belebt. Gerade erst ist in der heimatkundlichen Vierteljahresschrift „Amperland“ Hallers Aufsatz über den Dachauer Geiger, Komponisten und Pädagogen Anton Goldhofer erschienen.

Der Trauergottesdienst findet am Donnerstag, 1. Dezember, um 11 Uhr in St. Josef statt. Um 13 Uhr wird Haller auf dem Karlsfelder Friedhof beerdigt.

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