Für die Umwelt engagiert: Claudia Schreiner.
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Für die Umwelt engagiert: Claudia Schreiner.

Rathausmitarbeiterin aus Karlsfeld gestorben

Große Trauer um Claudia Schreiner - „Tolle Kollegin“ stirbt mit 61 Jahren

Fast 30 Jahre lang war sie die gute Seele im Rathaus. Jetzt starb Claudia Schreiner nach langjähriger Krankheit mit 61 Jahren. Der Gemeinderat legte eine Gedenkminute ein.

Karlsfeld – Claudia Schreiner ist tot. Mit 61 Jahren starb sie nach einer langjährigen Krankheit. In einer Gedenkminute bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Karlsfeld erinnerte Bürgermeister Stefan Kolbe an die beliebte Mitarbeiterin, die fast 30 Jahre lang für die Umwelt im Bauamt tätig war: „Sie war eine engagierte und freundliche Ansprechpartnerin.“

Claudia Schreiner tat in ihrer Zeit im Rathaus viel für die Umwelt im Landkreis Dachau

Eingestellt hatte Altbürgermeister Fritz Nustede die Diplom-Biologin im Dezember 1991. In diesen Jahrzehnten hat Claudia Schreiner viel bewegt. „Sie war eine sehr engagierte, sehr kompetente Mitarbeiterin, eine tolle Kollegin“, sagt er. Viele Jahre war sie Geschäftsführerin des von ihm gegründeten Vereins Dachauer Moos und hat unter anderem auch Bayerns größtes Baudenkmal, den Dachau-Schleißheimer-Kanal, wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Ihr lagen die Grünanlagenpatenschaften sehr am Herzen, sie legte den Waldlehrpfad am Wasserwerk an und später den „Zukunftswald“, den viele Kinder und Jugendliche tatkräftig bepflanzten.

Umwelt- und Naturpädagogik war ihr ein großes Anliegen, die sie erfolgreich mit Projekttagen und Naturerlebnissen vermittelte. Den Vereinen ist Claudia Schreiner als Mitorganisatorin der Aktion „Sauberes Karlsfeld“ in schöner Erinnerung. Sie sorgte dafür, dass die Einteilung der Gebiete reibungslos klappte und die verdiente Brotzeit ausreichend zur Verfügung stand. Als die ersten Flüchtlingskinder mit aufräumten, bestellte sie für sie extra Putenwiener.

Claudia Schreiner hatte immer ein offenes Ohr

Claudia Schreiner hatte sich viele Jahre für die 2008 gegründete Bürgerstiftung engagiert, die aus einer Idee im „Sozialen Netzwerk Karlsfeld“ entstand. In einem Nachruf heißt es: „Als Agendabeauftragte der Gemeinde Karlsfeld war sie Ansprechpartnerin für das Soziale Netzwerk Karlsfeld. Sie hat immer ein offenes Ohr für unsere Belange gehabt und uns unterstützt, wo es ihr möglich war. Sie wird uns sehr fehlen.“ Das, so ist zu vermuten, trifft die Gefühle vieler Menschen in und um Karlsfeld. Elfriede Peil

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