Für 1,8 Millionen

Der TSV bekommt zwei Fußballplätze

Der TSV Eintracht Karlsfeld bekommt zwei weitere Fußballplätze. Die Gemeinde nimmt dafür 1,8 Millionen Euro in die Hand – und sie erfüllt dem Sportverein sogar einen Sonderwunsch.

Karlsfeld– Seit Jahren klagt der mit rund 4000 Mitgliedern größte Verein im Landkreis über Kapazitätsprobleme, weil Sportflächen fehlen, drinnen wie draußen. Vereinschef Rüdiger Meyer betonte im Gemeinderat, dass der TSV Eintracht sein Angebot nicht mehr im gewünschten Umfang aufrechterhalten könne. Bei den Fußballern gab es schon einen Aufnahmestopp, Kinder mussten heimgeschickt werden.

Aber langsam wendet sich die Sache zum Guten. Die Fachoberschule hat eine Turnhalle angebaut, die der TSV außerhalb des Schulbetriebs nutzen kann. 2020 soll die neue Grundschule an der Krenmoosstraße stehen – mit einer nagelneuen Dreifach-Halle für Schule und Verein.

Die Hallenmisere wäre damit weitgehend beigelegt. Lange Zeit war jedoch unklar, ob der TSV dringend benötigte Fußballspielfelder bekommen würde. Derzeit stehen vier Plätze zur Verfügung, das reicht nicht.

29 Fußballteams hat die Eintracht aktuell, 20 davon im Kinder- und Jugendbereich. Macht überschlagen 435 aktive Fußballer. Aber nicht nur die würden von den neuen Spielflächen profitieren, so Meyer. Denn die Karlsfelder Fußballer müssen mangels Möglichkeiten oft in die Hallen ausweichen, um zu trainieren. Könnten sie das wieder draußen tun, blieben mehr Hallenzeiten für die anderen Sportler des Vereins.

Dies würde sogar im Winter gelten, wenn die Gemeinde den großen Wunsch der Eintracht erfüllt: einer der beiden neuen Plätze soll ein Kunstrasenplatz sein. Der ist mit rund 670 000 Euro zwar deutlich teurer als der Naturrasenplatz (223 000 Euro), dafür sind die Folgekosten bei Unterhalt und Pflege geringer. Größter Vorteil: Kunstrasen kann im Winter bespielt werden. Mit den beiden zusätzlichen Spielfeldern „wird Karlsfeld eine in die Zukunft reichende, optimale Sportanlage haben“, sagte Meyer.

Der Gemeinderatsbeschluss, nördlich des Stadions einen Kunstrasen- und einen Naturrasenplatz zu bauen, fiel einstimmig. Weil noch Kosten für eine Bewässerungsanlage, einen Lärmschutzwall und andere kleinere Posten anfallen, liegt die Gesamtsumme bei 1,8 Millionen Euro. tol

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