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Stoppt das Artensterben! In Karlsfeld wurde ein landkreisweites Aktionsbündnis ins Leben gerufen.

Überparteilicher Aktionskreis unterstützt Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit“

„Rettet die Bienen!“

In Karlsfeld ist für den gesamten Landkreis Dachau ein überparteilicher Aktionskreis für das Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!“ gebildet worden. Sprecher sind Peter Heller aus Dachau und der Karlsfelder Bündnis-Gemeinderat Adrian Heim.

Vom 31. Januar bis zum 13. Februar können die Bürger in den Rathäusern unter Vorlage des Personalausweises für das Volksbegehren unterschreiben. Bis dahin will das neu gegründete lokale Bündnis die Wähler im Landkreis Dachau mobilisieren. „94 700 Unterschriften wurden bayernweit für die Zulassung des Volksbegehrens gesammelt, darunter auch etwa 1000 aus dem Landkreis Dachau“, so Aktionskreissprecher Adrian Heim. Das sei eine gute Basis. „In der Eintragungsfrist brauchen wir aber mindestens das Zehnfache an Unterschriften, um das Volksbegehren erfolgreich abschließen zu können. Dies kann nur gelingen, wenn es in allen Gemeinden im Landkreis aktive Unterstützer gibt, die für die Mobilisierung der Wähler sorgen.“

Einige Kreis- und Ortsverbände von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke und ÖDP haben sich bereits dem Aktionsbündnis angeschlossen, darüber hinaus die Kreisgruppe und mehrere Ortsgruppen des Bund Naturschutz, die Agenda 21 Petershausen, der Kreisimkerverein, der Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege sowie mehrere kommunale Wählervereinigungen, darunter das Bündnis für Karlsfeld. Das Aktionsbündnis ist auf der Suche nach weiteren Gruppen, um möglichst in allen Landkreisgemeinden vertreten zu sein.

Ziel sei es, in Bayern das wirksamste Naturschutzgesetz Deutschlands zu schaffen. Ein Biotopnetzverbund soll die Verinselung von einzelnen geschützten Gebieten beenden. Das Ausbringen von Pestiziden soll eingedämmt werden, um nicht nur den Bienen, Schmetterlingen und Vögeln, sondern dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen zu verschaffen. An den Gewässern sollen Uferrandstreifen verpflichtend geschützt werden, und in der landwirtschaftlichen Ausbildung sollen die Gründe des dramatischen Artenschwunds zum Lehrinhalt gemacht werden. Auch für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft soll es nach Ansicht der Aktionsmitglieder gesetzlich festgelegt Ziele geben.

Großen Wert legen die Initiatoren darauf, dass es sich nicht um eine Initiative gegen die Landwirtschaft handelt. Die bäuerlich arbeitenden Familienbetriebe seien vielmehr die Leidtragenden einer verfehlten Agrarpolitik, die sie in ein System des „Wachsens oder Weichens“ dränge und zu einem gigantischen Höfesterben geführt habe.

Die Aktionskreissprecher sind per E-Mail erreichbar unter hellerdunkler@freenet.de und dachau@oedp.de. dn

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