Unerfreuliche Absage: Das Medizintechnik-Unternehmen sollte den großen Riegelbau links beziehen.
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Unerfreuliche Absage: Das Medizintechnik-Unternehmen sollte den großen Riegelbau links beziehen.

Anderer Standort

Ludl-Gelände:Absage von Hightechfirma

Späte und überraschende Absage: Das Unternehmen für Medizintechnik wird sich nicht wie erhofft auf dem Ludl-Gelände in Karlsfeld niederlassen.

Karlsfeld – Die Sache schien schon in trockenen Tüchern zu sein, doch jetzt kam die Absage: Das Unternehmen für Medizintechnik wird sich nicht wie erhofft auf dem Ludl-Gelände in Karlsfeld niederlassen. Ein schwerer Schlag für die Gemeinde Karlsfeld und für die Romulus Areal GmbH, den Investor, der die 3,65 Hektar auf der Westseite der Münchner Straße bebaut.

Neue Arbeitsplätze am Ort, weitere Einnahmen über die Gewerbesteuer, Hightech fürs Renommee und dazu eine Produktion ohne nennenswerte Emissionen – angesichts der vielen positiven Faktoren war man im Karlsfelder Rathaus geradezu euphorisch, als das Unternehmen Interesse am Standort bekundete. Vor einem Jahr stimmte der Gemeinderat sogar mehrheitlich dem Wunsch des Unternehmens zu, nicht wie vorgesehen im südöstlichen, sondern im nordwestlichen Teil des Areals bauen zu dürfen. Nur dort seien die Produktionsabläufe unterzubringen, hieß es. Gegen die Rochade stimmte damals nur das Bündnis für Karlsfeld, weil Sozialwohnungen im Gegenzug auf dem Baufeld im Südosten untergebracht werden sollten, direkt neben dem Heizkraftwerk.

„Karlsfeld wäre die Ansiedlung gut zu Gesicht gestanden“, sagte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) gestern. „Wir haben uns schwer ins Zeug gelegt, um alle nötigen Voraussetzungen zu schaffen.“ Mitte Dezember habe ihm das Unternehmen jedoch mitgeteilt, dass Karlsfeld als Standort nun doch ausscheidet, so Kolbe. „Wir sind in der Bewertung hinten runtergefallen.“ Eine detaillierte Begründung für die Entscheidung habe es nicht gegeben. Kolbe bestätigte, dass sich das Unternehmen nun in Unterschleißheim niederlassen werde.

Planrechtlich ist die Fläche für Gewerbe vorgesehen. Dass es stattdessen weitere Wohnbebauung geben könnte, schloss Kolbe aus. Der Investor habe bereits Anfragen von anderen Interessenten. Kolbe: „Die werden wir im Gemeinderat behandeln und schauen, was passt.“

THOMAS LEICHSENRING

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