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Mal erfreuliche, mal weniger erfreuliche Zahlen präsentierte der Dachauer Polizeichef Thomas Rauscher bei der Bürgerversammlung im Karlsfelder 

Bürgerversammlung Karlsfeld

Weniger Straftaten

Im Jahr 2016 hat die Dachauer Polizei 753 Straftaten in Karlsfeld erfasst. Das sind weniger als 2015. Auch ein zweiter Wert ist erfreulicherweise zurückgegangen.

Karlsfeld – Für Thomas Rauscher ist es längst ein fester Termin im Jahreskalender: Der Dachauer Polizeichef gibt auf der Karlsfelder Bürgerversammlung im Bürgerhaus bekannt, wie viele Straftaten in Karlsfeld im vergangenen Jahr aktenkundig geworden sind und wie viele Unfälle auf Karlsfelds Straßen passiert sind.

Im Jahr 2016 haben sich in Karlsfeld 753 Straftaten ereignet. Das sind 31 weniger als im Jahr 2015. Der Trend im Landkreis ist umgekehrt. Insgesamt wurden 5356 Straftaten begangen – von der Körperverletzung bis zum Internetbetrug. 2015 waren es 5300. Die Aufklärungsquote für Karlsfeld lag 2016 bei 54,71 Prozent, landkreisweit war sie höher: 62,40 Prozent.

„Bayern ist das sicherste Bundesland, und der Landkreis Dachau liegt noch unter dem bayerischen Schnitt“, sagte Rauscher. Zum Beleg verwies Rauscher auf die sogenannte Häufigkeitszahl. Hier wird ermittelt, wie viele Delikte auf 100 000 Einwohner fallen. Die Häufigkeitszahl für Bayern lag bei der letzten Ermittlung bei 69, für Oberbayern bei 43 und für Karlsfeld bei 37. Rauscher: „Das Risiko, bei uns Opfer einer Straftat zu werden, ist sehr gering.“

11,3 Prozent der 2601 Tatverdächtigen im Landkreis 2016 waren Zuwanderer, teilte Rauscher mit. Der Gesamtanteil der Zuwanderer an der Kriminalität im Landkreis lag bei sieben Prozent.

Rauscher bat jedoch darum, die Statistik differenziert zu betrachten. Es gebe eine „eindeutige überproportionale Beteiligung“ von Asylbewerbern. Es handle sich bei den Asylsuchenden aber überwiegend um junge Männer, „und die sind bei uns in Deutschland auch auffälliger als andere Bevölkerungsgruppen“. Darüber hinaus seien drei Viertel der Geschädigten Nicht-Deutsche. Gerade in den großen Unterkünften wie in der Karlsfelder Traglufthalle kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen der Bewohner untereinander.

Der gravierendste Fall ereignete sich am 17. Juli am Karlsfelder See. Ein junger Pakistani verletzte einen Landsmann mit einer abgeschlagenen Bierflasche schwer.

Auffällig aber auch: Mit 5356 Straftaten im Landkreis lag die Fallzahl 2016 allerdings deutlich unter der von 2011 (5643) und der von 2012 (5723) – Jahre, in denen der Zuzug von Flüchtlingen noch kein Thema war. Dennoch waren für die Polizei 2016 wegen der Zuwanderung „enorme Kraftanstrengungen nötig“, sagte Rauscher. Und das Thema werde die Polizei weiterhin beschäftigen: „Wir sind nicht blauäugig.“

Auf Karlsfeld Straßen haben sich im Jahr 2016 527 Verkehrsunfälle ereignet, die von der Polizei erfasst wurden. Das ist gegenüber 2015 ein enormer Anstieg (476) – und ein neuer Rekord. Auch landkreisweit krachte es häufiger: 5005 Mal (2015: 4658).

Erfreulich: In Karlsfeld ging im Gegensatz zum Landkreis Dachau die Zahl der Unfallflüchtigen von 129 im Jahr 2015 auf 100 zurück. Rauscher bat darum, bei der Polizei anzurufen, auch wenn es nur leicht gescheppert hat: „Das geht alles unbürokratisch, und man ist rechtlich auf der sicheren Seite.“ tol

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