Das nächste Exponat: Jedes Bild wurde abgehängt, nach vorn getragen und auf der Staffelei präsentiert, ehe es versteigert wurde. Oder auch nicht. Rechts mit Schal Dieter Kleiner-Wurm, der Vorsitzende des Kunstkreises Karlsfeld.  hab

Bilderversteigerung des Kunstkreises

„...und zum Dritten!“

Es hätte mehr Publikum sein dürfen. Dennoch kam bei der Versteigerung von Exponaten des Karlsfelder Kunstkreises zugunsten der Bürgerstiftung eine stattliche Summe zusammen. Bei einem Bild eines bekannten Dachauer Künstlers ging bei der Bieterei sogar richtig die Post ab.

Karlsfeld – Stefan Kolbe war als Verwaltungsfachwirt im Rathaus tätig, dann wurde er Bürgermeister. Einen dritten Job übt er inzwischen mit derselben Routine aus: den des Auktionators. Jahr für Jahr bringt Kolbe bei der Fundsachenversteigerung vor der Rathaustür Fahrräder und anderes unters bietende Volk. Und jetzt leitete er schon zum dritten Mal eine Versteigerung zugunsten der Karlsfelder Bürgerstiftung. Titel: „Zum Dritten.“ 23 Gemälde und eine Plastik hatten die Mitglieder des Karlsfelder Kunstkreises zur Verfügung gestellt. Die Auktion fand am Mittwochabend in der Sparkasse in der Karlsfelder Meile statt. Der Erlös – insgesamt 4700 Euro – geht zu 100 Prozent an die Bürgerstiftung.

Jedes Exponat war mit einem Mindestpreis versehen. Von dieser Basis aus ging es in 10-Euro-Schritten nach oben. Nicht jedes Bild fand im leider überschaubaren Bieterkreis einen Interessenten.

Umso begehrter waren andere Kunstwerke. Das Bild „Explosion“ von Kunstkreis-Chef Dieter Kleiber-Wurm brachte die ersten 170 Euro ins Spendensäckel, anschließend ging „Mondnacht“ von Manfred Schmölz für 300 Euro an den Meistbietenden.

Dann kam „Das rote Segel“ von Carl Thiemann zum Aufruf. Der bekannte Dachauer Künstler schuf diesen Farbholzschnitt im Jahr 1924. Das Bild war im Besitz der Dachauer Sparkasse. War. Denn die Sparkasse spendete das Bild für die Auktion.

190 Euro war das Mindestgebot – ein Schnäppchen. Bei dieser Summe blieb es nur ein paar Sekunden. Es wurde im Stakkatotakt geboten und überboten, weshalb sich Kolbes Miene sogleich aufhellte: „Des gfoit ma schee langsam.“ Satte 670 Euro brachte der Thiemann schließlich ein.

Schwer gefragt waren auch zwei Werke von Edeltraud Klapproth. 570 und 360 Euro waren die Bilder der 2005 verstorbenen Karlsfelder Künstlerin den Meistbietenden wert.

Der Kunstkreis wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Zum Jubiläum wollten die Künstler Gutes tun, wie Dieter Kleiber-Wurm mitteilte: „Das ist unser Geburtstagsgeschenk an die Bürgerstiftung.“ tol

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