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Startschuss: 200 Rennententen werden in die Würm geworfen

Entenrennen auf der Würm

Ins kalte Wasser geworfen

Welch nette Idee: Passend zur Sonderausstellung über die Gewässer in Karlsfeld hat das Heimatmuseum erstmals in Karlsfeld ein Entenrennen veranstaltet. Allerdings musste bei der Premiere ordentlich improvisiert werden, von manchem aus dem Veranstalterteam war voller Körpereinsatz gefragt.

Karlsfeld – Das erste Karlsfelder Entenrennen war als Auftaktveranstaltung zur Sonderausstellung „Alles fließt – die Geschichte der Gewässer in Karlsfeld“ geplant und ausführlich vorbereitet worden: 200 Enten, mit Nummern versehen, waren verkauft worden, um am Samstag um 14 Uhr am Wehrstaudenwehr von der Kulturreferentin Ingrid Brünich und Hiltraud Schmidt-Kroll vom Heimatmuseum auf einen Schlag der Würm übergeben zu werden.

Zuvor war das Ziel des Entenrennens an der Würmbrücke der Bayernwerkstraße rechtzeitig präpariert worden. Dazu wurde Maschendraht mit mehreren Eisenstangen diagonal durchs Flüsschen gespannt, um die Plastikenten wie mit einer Reuse nacheinander am Ufer aufzufangen.

Soweit die theoretische Planung – denn kurz vor dem geplanten Starttermin passierte, was nicht passieren sollte: Durch Laub und weiteres Treibgut verstopften sich die breiten Maschendrahtöffnungen, und als dann noch ein mittelgroßer Baumstamm dazu kam, war es um die Barriere geschehen. Die Eisenstangen gaben nach, und der Zaun legte sich in die Waagrechte.

Jetzt war Improvisationstalent gefragt. Zwei Minuten nach 14 Uhr plumpsten die Enten am Wehrstaudenwehr ins Wasser, und nach telefonischer Informationen ging Jürgen Kroll mit einigen Feuerwehr-Kameraden an der Bayernwerkbrücke ebenfalls ins Wasser, um den Maschendraht jetzt manuell und diagonal zur Würm zu halten.

15 Minuten später kamen die ersten Enten in Sicht, gefolgt von einem Pulk, dem großen Feld gewissermaßen. Die mit Keschern ausgerüsteten jungen Feuerwehrmännern taten ihr Bestes, die Enten an Land zu bringen, damit dort die Siegerenten registriert werden konnten. Als mehr und mehr Enten zur selben Zeit am Ziel ankamen und einige davon schon vom Maschendraht nicht mehr aufgehalten werden konnten, gab es für Rosi Rubröder kein Halten: Sie stieg zur Verstärkung der Feuerwehr-Brigade zu Jürgen Kroll ins Wasser, um die Enten an Land zu bringen.

Am Ziel waren inzwischen viele Besucher angekommen, die dort ihre Ente in Empfang nehmen und sich über ihre Siegchancen zu informieren wollten. Ilsa Oberbauer und Christine Kofler hatten alle Hände voll mit der Registrierung und dem Aushändigen der Enten zu tun.

Auf der Suche nach den entwischten Enten lief Peter Oberbauer derweil würmabwärts, wo es ihm gelang, 40 „Fluchtenten“ mittels Kescher einzufangen und zum Ziel zurückzubringen – es war ein wahrhaft aufregender Auftakt vor der Eröffnung der Sonderausstellung.

Am gestrigen Sonntag wurden die Sieger geehrt – besser: Siegerinnen, denn es lagen die Enten dreier Frauen vorn. Es gewannen die Damen Swoboda, Steidl und Frömmelt.

Die Ausstellung „Alles fließt – Die Geschichte der Gewässer in Karlsfeld“ im Heimatmuseum an der Gartenstraße ist jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. dn

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