Schlagfertig: Die Trommlergruppe „Die Djembions“ gab beim Neujahrsempfang den Takt an. Foto: kn

Karlsfeld soll für Flüchtlinge zur neuen Heimat werden

Karlsfeld - Zu Tausenden kommen Flüchtlinge aus Kriegs- und Terrorregionen nach Bayern. Auch die Gemeinde Karlsfeld wird rund 100 Hilfesuchende aufnehmen. Das Bündnis für Karlsfeld hat dieses aktuelle Thema jetzt bei seinem Neujahrsempfang im Bürgerhaus aufgegriffen. Titel: Neue Heimat.

Rund 100 Gäste hörten einen Vortrag von Liesa Weber. Die Theologin berichtete über die verzweigten Wege von Flüchtlingen, das Asylverfahren und die Zustände in Asylbewerberunterkünften. Es wurde deutlich, dass es nur noch sehr wenige Wege nach Europa für Flüchtlinge gibt und die Mehrzahl über das Mittelmeer nach Italien fliehen. Klar wurde auch während des Vortrags, dass nur sehr wenige Flüchtlinge allein aufgrund politischer Verfolgung nach Deutschland fliehen. Die Mehrzahl sucht wegen Kriegszuständen in der Heimat den äußerst beschwerlichen Weg nach Deutschland. Wenn diese Menschen die Flucht überlebt haben, beginnt in Bayern der lange Weg bis zur Anerkennung als Asylbewerber oder Flüchtling.

„Wir in Karlsfeld werden in nicht allzuweiter Zukunft Flüchtlinge aufnehmen, die Integration wird eine wichtige Aufgabe sein“, sagt der Bündnis-Vorsitzende Marco Brandstetter. Das Bündnis werde an diesem Thema intensiv weiterarbeiten und versuchen, mit seinen Gemeinderäten weitere Schritte zu überlegen, wie eine gute Integration der Flüchtlingen erreicht werden kann.

Wann die erste Flüchtlinge kommen werden, ist nach wie vor völlig unklar. Wie Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) gestern gegenüber den Dachauer Nachrichten erklärte, habe sich an der Situation in den vergangenen Monaten nichts geändert. „Es geht immer noch um die Finanzierung, der Spielball liegt beim Landkreis und bei der Regierung von Oberbayern.“ Schon vor geraumer Zeit hat die Gemeinde ein Grundstück nahe des Heizwerks zur Verfügung gestellt. Dieses soll mit geeigneten Unterkünften für Flüchtlinge und Asylbewerber bebaut werden. (mm)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frisch verurteilt wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis: 22-Jähriger setzt sich ans Steuer
Ein 22-Jähriger war gerade vom Amtsgericht wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden - und setzte sich wieder ans Steuer. Der Polizist, der als Zeuge aussagte, …
Frisch verurteilt wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis: 22-Jähriger setzt sich ans Steuer
Hilferufe aus Schacht: Feuerwehrmänner retten Rentner
Ein älterer Herr stürzte am Montagabend   in einen 2,50 Meter tiefen Schacht. Sein Glück war, dass ein Feuerwehrmann nach einer Besprechung die Hilferufe hörte.
Hilferufe aus Schacht: Feuerwehrmänner retten Rentner
Biotonnen vor manchen Wohnanlagen sinnlos
Sind die Landkreisbürger gut im Sammeln von Biomüll? Jein! Viele trennen sorgsam die organischen Stoffe vom Restmüll. Aber es gibt Menschen im Dachauer Land, denen sind …
Biotonnen vor manchen Wohnanlagen sinnlos
Dieser Verein macht ganz Karlsfeld stolz
Was im Jahr 1989 bescheiden mit 39 Kindern im Keller der Pfarrei St. Josef begann, ist zu einer Gemeinschaft mit 150 Tänzerinnen, 17 Trainerinnen, sieben …
Dieser Verein macht ganz Karlsfeld stolz

Kommentare