Friert Abwasser ein? Diese und viele andere Fragen haben Viertklässler der Verbandsgrundschule beim Besuch der Karlsfelder Kläranlage an Betriebsleiter Peter Oberbauer gerichtet. Oberbauer verneinte und bat die Schüler, den Eltern auf die Finger zu schauen: Wird Waschpulver richtig dosiert? Kommt auch kein Restmüll ins WC? Foto: kn

Karlsfeld steckt Millionen in die Wasserversorgung

Karlsfeld - Die Gemeinde Karlsfeld steckt in einer schlimmen Finanzkrise. Aber in einigen Bereichen soll trotzdem nicht gespart werden. Zum Beispiel an der Wasserversorgung.

Das Trinkwasser für fast 19 000 Karlsfelder kommt aus vier Brunnen am Wasserwerk. Der größte wurde in den Jahren 2011/2012 saniert, jetzt kommt der zweite an die Reihe. Wie Werkreferent Marco Brandstetter (Bündnis für Karlsfeld) in der Haushaltssitzung des Gemeinderats mitteilte, handelt es sich hier um eine große, aber notwendige Investition. „Über eine Million“ werde die Brunnensanierung kosten. „Unser teuerste Gut muss uns das wert sein“, sagte Brandstetter.

Grundsätzliches Ziel sei es, bestes Trinkwasser zu garantieren. Das war in Karlsfeld nicht immer der Fall. Vor einigen Jahren musste das Wasser aus Sicherheitsgründen mit Chlor versetzt werden. „Jeder hat es gleich gerochen und geschmeckt“, erinnert sich Brandstetter.

Investieren werden die Gemeindewerke Karlsfeld wohl auch bald in die Abwasserentsorgung. In der Kläranlage läuft zur Zeit ein Studie. Es geht um die Frage, ob es wirtschaftlich ist, die Stickstoffbelastung des so genannten Prozesswassers mit einem speziellen Verfahren um weitere 20 Prozent zu senken.

Der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke schließt im Jahr 2013 mit einer Gesamtsumme von 14 263 000 Millionen Euro. Ausgewiesen ist ein Verlust von gut einer Million Euro. Für Investitionen nehmen die Gemeindewerke im laufenden Jahr Kredite in einer Gesamthöhe von 2,9 Millionen Euro auf. (tol)

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