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Zweite Jugend-Klimakonferenz (Symbolbild)

Karlsfeld will mehr für den Klimaschutz tun - Erster Schritt ist getan

 Die Gemeinde Karlsfeld will mehr für den Klimaschutz tun. In einem ersten Schritt bewirbt sie sich  für  ein  Förderprojekt. 

Karlsfeld –  Der Karlsfelder Bauausschuss des Gemeinderats hat am Mittwochabend einstimmig entschieden: Die Gemeinde soll sich für das Projekt ,,Energiecoaching für Gemeinden“ des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bewerben. Das hat der Bauausschuss des Gemeinderats am Mittwochabend einstimmig beschlossen.

Wie berichtet, hatte die SPD-Fraktion beantragt, die Gemeinde solle ein kommunales Energie- und Klimaschutzkonzept erarbeiten. Daraufhin nahm die Gemeindeverwaltung Kontakt mit dem Klimaschutzbeauftragten des Landkreises Dachau auf. Dieser empfahl der Gemeinde, sich für das Förderprogramm zu bewerben.

Die Regierung von Oberbayern erhielt für das Programm 2019 100 000 Euro vom Freistaat. „Für das Jahr 2020 zeichnet sich eine vergleichbare Mittelausstattung ab“, teilte Claudia Schreiner von der Bauverwaltung dem Ausschuss mit. Damit sei es möglich, zehn kleinere bis mittelgroße Kommunen in das Förderprojekt aufzunehmen. Pro Kommune stehen maximal 10 000 Euro zur Verfügung.

Mit den Fördermitteln wird eine umfassende Beratung finanziert. Fachleute zeigen Wege auf, wie die Energiewende vor Ort umgesetzt werden könnte.

Das Ministerium hat sechs sogenannte „Bausteine“ formuliert, in mindestens zwei davon erhält eine Kommune Beratung:

  •  Initialberatung zum Stand der Energiewende in der Kommune;
  • Einführung oder Fortführung eines kommunalen Energiemanagements für die Liegenschaften der Kommune;
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung oder Machbarkeitsstudie für ein Projekt im Sinne der Energiewende;
  • Fördermittelbeantragung zur Umsetzung der Energiewende vor Ort;
  • Vorbereitung und Durchführung einer Ausschreibung und Vergabe zur Umsetzung eines Energievorhabens in der Kommune;
  • Maßnahmen zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Energie, Energieeinsparung und Erneuerbaren Energien vor Ort.

Welche Bausteine gewählt werden, wird im Gespräch mit dem Energiecoach festgelegt. Sie dürfen den Gesamtwert von 10 000 Euro nicht überschreiten.

Franz Trinkl, Fraktionschef der SPD im Gemeinderat, begrüßt die Bewerbung sehr. Auf dem Wege zu einem Klimaschutz- und Energiekonzept könne dies jedoch „nur der erste Schritt“ sein.

Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) sagte, dass das „Thema uns weiter beschäftigen wird. Und wir müssen irgendwann auch selbst Geld in die Hand nehmen.“ Die Gemeinde setze „ein Zeichen der Zeit“, sagte Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld), „wenn wir die Klimakatastrophe noch aufhalten wollen, müssen auch die Kommunen etwas tun.“

THOMAS LEICHSENRING

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