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Medaille und Urkunde: Vorne Helmut Fink (links) mit Josef Mederer, hinten Dr. Johannes Späth, Dieter Rippel, Dr. Edgar Forster und Stefan Kolbe.

Auszeichnung für jahrzehntelanges Engagement

Helmut Fink erhält die Bezirksmedaille

Karlsfeld - Helmut Fink aus Karlsfeld ist vom Bezirk Oberbayern ausgezeichnet worden. Er tat viel für die Pfarrei St. Josef. Aber das ehrenamtliche Engagement Finks geht noch sehr viel weiter.

Helmut Fink aus Karlsfeld ist mit der Bezirksmedaille geehrt worden. Die Medaille verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben. Bezirkstagspräsident Josef Mederer überreichte die Medaille bei einer Konzertveranstaltung im Garten des Vincentinums.

„Diese Menschen, die besonders viel ehrenamtliches Engagement zeigen, sind Vorbilder und ihr Tun soll öffentlich werden, damit sich möglichst viele Nachahmer finden“, sagte Mederer.

Bereits in jungen Jahren engagierte sich Fink ehrenamtlich als Pfarrjugendführer in der Pfarrgemeinde St. Josef. Später übernahm er in der Kirchenverwaltung Verantwortung. Seit 16 Jahren ist Fink Trägerverantwortlicher für den Kindergarten.

Außerdem engagiert er sich seit Jahren als Kirchenpfleger. Das bedeutet, dass er für die Verwaltung des Vermögens der Pfarrei verantwortlich ist. „Damit sind wir bereits bei einer besonderen Fähigkeit von Herrn Fink“, so Mederer, „er kann besonders gut mit Geld umgehen. Diese Fähigkeit führte ihn beruflich zum Bankdirektor.“

Für sein großes Engagement in Karlsfeld erhielt Fink schon den Goldenen Ehrenring der Gemeinde. Fink macht sich aber auch an anderen Stellen verdient. Er arbeitet als Kassier für den deutschsprachigen Zweig der Èquipes Notre-Dame, einer geistlichen Gemeinschaft von Ehepaaren in der katholischen Kirche, in dem rund 60 Gruppen mit 600 Mitgliedern aus deutschsprachigen Ländern zusammengefasst sind. Zudem ist er ehrenamtlicher Finanzvorstand des Vincentus-Zentralvereins. Diese Körperschaft des öffentlichen Rechts ist Träger dreier sozialer Einrichtungen: eines Altenheims, eines Kinderhauses und eines Jugendlandheims.

Durch eine Neuausrichtung der gesamten Finanzen habe Fink der Körperschaft eine Fortführung ihrer Aktivitäten im 21. Jahrhundert erst ermöglicht“, sagte Mederer. Fink gewann mit Burkhard Kaul, des früheren Vorsitzenden von IBM Deutschland, einen wichtigen Unterstützer: Zusammen mit ihm ging Fink zahlreiche Modernisierungen und Modernisierungsmaßnahmen an. Diese summieren sich auf ein Sanierungsvolumen von rund 26 Millionen Euro.

Neue Helfer für die Helfer finden – dieses Anliegen gelang Fink noch in anderer Hinsicht: Er gründete 2004 den „Verein der Freunde und Förderer des Alten- und Pflegeheimes Vincentinum“. Dieser Verein fördert die Belange der rund 100 Bewohner des Hauses in Bereichen, in denen der Staat an seine Grenzen stößt. „In einem Jahrzehnt konnte der Verein eine Viertelmillion Euro an Spenden für zusätzliche therapeutische Maßnahmen und zusätzliche Hilfsmittel bewegen“, so Mederer in seiner Laudatio. „Sie haben nicht nur selbst viel Ehrenamtliches geleistet, sie waren auch ehrenamtlicher Brandstifter!“

An der Feierstunde nahmen auch Dr. Johannes Späth, Verwaltungsratsvorsitzender des St.-Vinzentius- Zentralvereins, Dieter Rippel, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Alten- und Pflegeheimes Vincentinum, Dr. Edgar Forster in Vertretung von Landrat Stefan Löwl, sowie der Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe teil. dn 

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