Riegelbau an der Watzmannstraße: Hier sind die beiden Längsseiten des Gebäudes dargestellt. Foto: kn

Karlsfelder Prinzenpark: Betreutes Wohnen auf 179 Metern

Karlsfeld - Die Ausmaße sind imposant: Länge 179 Meter, Wandhöhen bis knapp 19 Meter. Hinein ins Gebäude soll Betreutes Wohnen. Der KarlsfelderBauausschuss stimmte dem Bauantrag mehrheitlich zu. Zuvor war Bündnis für Karlsfeld mit dem Versuch gescheitert, das Projekt zu Fall zu bringen.

Die Gemeinde Karlsfeld hat große Ziele für das Areal zwischen Bayernwerkstraße und Watzmannstraße. Eine Mischung aus Wohnen, Büronutzungen, Läden, Gewerbe und Gastronomie soll dort westlich des S-Bahnhofs entstehen. Und ein großes Gebäude für Senioren - Betreutes Wohnen. 252 Wohnungen mit 208 Stellplätzen sind dafür im Riegelbau im Nordwesten des Areals entlang der Watzmannstraße vorgesehen.

Das Gebäude erhält drei bis sechs Geschosse. Erschlossen wird es vor allem über eine noch zu bauende Stichstraße, die von der Dr. Johann-Heitzer-Straße abgehen und ins Zentrum des Baufelds führen wird. Die Straße wird nach der Karlsfelder Künstlerin Edeltraud Klapproth benannt.

Noch bevor der Bauausschuss über den Bauantrag der Deggendorfer Erl-Bau GmbH, die den Prinzenpark West bebaut, diskutierte, hatte er über einen Antrag von Mechthild Hofner zu entscheiden. Die Fraktionsvorsitzende des Bündnis’ für Karlsfeld hatte beantragt, die letzte Änderung des dem Projekt zugrunde liegenden Bebauungsplans aufzuheben.

Das Bündnis forderte vor allem, das Sondergebiet in ein reines Wohngebiet umzuwidmen und damit strengene Auflagen für die Bebauung zu erreichen. Zudem lasse ein Sondergebiet Betreutes Wohnen gar nicht zu. Bernd Rath, Architekt und Bündnis-Gemeinderat, verteidigte den Antrag in der Sitzung, verwies auf Urteile, wollte so den Standpunkt seiner Fraktion untermauern. Er warnte sogar davor, dass die Gemeinde schadenersatzpflichtig gemacht werden könne, sollte sie die jüngste Änderung des Bebauungsplan nicht aufheben.

Dr. Gerhard Spieß, ein Münchner Fachanwalt für Bau- und Bauplanungsrecht, widersprach in so ziemlich allen Punkten. Der Bebauungsplan sei nicht zu beanstanden, zum diesem Ergebnis sei nicht nur er gekommen, auch andere Fachanwälte und das Landratsamt sähen die Sache so. Schadenersatz drohe eher, wenn die Gemeinde die Planänderung aufheben würde. Und die Nutzung Betreutes Wohnen lasse sich planungsrechtlich nur durch ein Sondergebiet absichern, in einem reinen Wohngebiet sei dies gar nicht möglich.

CSU und SPD wurden in ihrer Sichtweise bestätigt. Das Bündnis wollte von der seinen nicht abrücken. Bernd Rath an die Adresse des Fachjuristen: „Ihre Ausführungen sind falsch!“ (mm)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das richtige Platteln ist eine Wissenschaft
Wie sehr sie schon das Tanzen und das Platteln beherrschen, haben wieder einmal die Buam und Madln des Trachtenvereins Oberilmtaler Jetzendorf unter Beweis gestellt.
Das richtige Platteln ist eine Wissenschaft
Polizei stoppt 29-Jährigen nach Verfolgungsjagd
Ein 29-jähriger Autofahrer aus Karlsfeld ist am Montag gegen 23 Uhr geblitzt worden. Anschließend flüchtete er vor der Polizeikontrolle und lieferte sich eine …
Polizei stoppt 29-Jährigen nach Verfolgungsjagd
BMW am Schlossplatz in Flammen
Ein BMW hat am Montagabend auf dem Schlossplatz Feuer gefangen und ist komplett ausgebrannt.
BMW am Schlossplatz in Flammen
BMW-Fahrer übersieht Toyota beim Linksabbiegen
Ein BMW-Fahrer hat am Montagabend die Vorfahrt eines Toyota-Fahrers missachtet.
BMW-Fahrer übersieht Toyota beim Linksabbiegen

Kommentare